© ZDF, Jana Kay
Vivian Perkovic moderiert in der Woche vom 22. bis zum 23. Februar 2018.
Vivian Perkovic moderiert in der Woche vom 22. bis zum 23. Februar 2018.
"Kulturzeit" am 22.02.2018
Die Themen der Sendung im Überblick
"Kulturzeit", das werktägliche Fernsehfeuilleton der 3sat-Partner ARD, ZDF, ORF und SRF, berichtet aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über das kulturelle Leben - montags bis freitags live ab 19.20 Uhr.
Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags,
live um 19.20 Uhr
75 Jahre Weiße Rose
© dpa
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Am 22. Februar 2018 jährt sich die Hinrichtung von Hans und Sophie Scholl zum 75. Mal. Eine Neuerscheinung befasst sich mit der Widerstandsgruppe um Hans Scholl. Dem Autor geht es dabei um eine entglorifizierende, entheroisierende Würdigung. Auf der Grundlage von bisher unbekannten Dokumenten zeichnet Robert M. Zoske in "Flamme sein!" ein Bild von Hans Scholl als Postromantiker, der um das ganz große Gefühl ringt und Gedichte im George-Stil schreibt. Scholl fordert die totale Freiheit und begeht für sie "die heroische Tat". Dennoch sieht Zoske in Scholls Engagement im Widerstand auch eine Verarbeitungsstrategie schwerer persönlicher Krisen.
Bücher
"Flamme sein!"
von Robert M. Zoske
C.H. Beck 2018
ISBN-13: 978-3406700255
ARD: "Das Gesetz ändert sich, das Gewissen nicht" - Die letzten Flugblätter der "Weißen Rose"

Antisemitismuskonferenz Wien
© reuters
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Mit eindringlichen Appellen zum Einsatz gegen Judenfeindlichkeit hat am 18. Februar 2018 in Wien eine große internationale Konferenz über Antisemitismus begonnen. Der Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses (EJC), Moshe Kantor, prangerte die wachsende Zahl antisemitischer Übergriffe in Europa an. Der steigende Antisemitismus sei eine der zentralen Herausforderungen der heutigen Zeit. Judenhass dürfe keinen Platz im öffentlichen Raum haben, so Kantor. Die Eröffnungsrede zum Kongress hielt der Philosoph Bernard-Henri Levy. Antisemitismus habe sich von einem Phänomen des rechten Rands zu einer in Politik und öffentlicher Gesellschaft verbreiteten Gefahr entwickelt. Levy verwies dazu unter anderem auf sein Heimatland Frankreich, wo heute wieder Menschen ermordet würden, weil sie Juden sind. Wir sprechen darüber mit Katharina von Schnurbein, der Antisemitismusbeauftragten der EU-Kommission.
Kulturzeit-Gespräch mit ...
© ZDF Video Katharina von Schnurbein, Antisemitismusbeauftragte der EU-Kommission
(22.02.2018)

Berlinale-Zoom: #MeToo-Debatte
© dpa
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Die #MeToo-Debatte um sexuelle Übergriffe beschäftigt dieses Jahr auch die Berlinale, sei es in brisanten Filmen zum Thema oder in Aktionen von Schauspielerinnen. Anna Brüggemann hat die Initiative "Nobody's Doll" gegründet, die sich für Gleichberechtigung und gegen die klassische Rollenverteilung bei der Kleiderordnung auf dem roten Teppich einsetzt.Und die Produzentin Daniela Elstner hat die die Initiative #Speak-up auf der Berlinale mitlanciert. Mit ihr sollen Betroffene von sexueller Belästigung ermutigt werden, ihre Stimme zu erheben und Hilbe bekommen.
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Schwerpunkt
© dpa 3sat berichtet von den Filmfestspielen in Berlin
15.- 25.02.2018

Brandenburger Tor von zwei Gomringer-Gedichten umrahmt
© ZDF
Am Brandenburger Tor in Berlin sind nach der Debatte um ein als sexistisch kritisiertes Gedicht von Eugen Gomringer künftig zwei Gedichte des bolivianisch-schweizerischen Künstlers auf meterhohen Fassaden präsentiert. Vom 22. Februar an ist das in die Kritik geratene Gedicht "avenidas" auf einem mehr als acht mal zwei Meter großen Banner am Max-Liebermann-Haus in Deutsch und Spanisch zu sehen, wie die Stiftung Brandenburger Tor erklärte. Schräg gegenüber ist bereits seit Anfang Februar das Gedicht "schweigen" des Lyrikers an der Glasfassade der Akademie der Künste angebracht worden. Gomringer wird damit in den kommenden Wochen mit großformatigen Gedicht-Präsentationen am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor geehrt.
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Literatur
Das Wandgedicht kommt weg
Eugen Gomringers "avenidas" an Berliner Hochschule wird übermalt (25.01.2018)

Virtual Normality
© AP
Ob auf Instagram oder Facebook - man postet sich selbst, seinen Lifestyle, seinen Blick auf die Welt und stellt sich selbst als optimierstes Kunstwerk dar. Eine Schau im Museum der bildenden Künste in Leipzig zeigt jetzt Werke zeitgenössischer Künstlerinnen wie Signe Pierce, Leah Schrager oder Molly Soda, die im und für das Internet arbeiten. "Sie werden Tumblr-Star, Instagram-Künstlerin oder Webcam-Prinzessin genannt, bezeichnen sich selbst als Reality Artist, Instagram-Model und Online-Exhibitionistin", so ein Museumssprecher. Ihre Werke gehen online und vernetzen sich über soziale Medien.

Der "artour"-Beitrag in der MDR-Mediathek ...
Ausstellung
"Virtual Normality - Netzkünstlerinnen 2.0"
Museum der bildenden Künste, Leipzig
Bis 08.04.2018

Die Kulturzeit-Tipps

<b>FESTIVAL:<br /></b>"Banff Mountain Film Festival World Tour" © Balcony Nine Media
FESTIVAL:
"Banff Mountain Film Festival World Tour"
<b>AUSSTELLUNG:<br /></b>"Alle wollen wohnen", Zeche Zollverein, Essen © Claudia Dreysse
AUSSTELLUNG:
"Alle wollen wohnen", Zeche Zollverein, Essen
<b>Oratorium:</b> "Saul" am Theater an der Wien © Monika Rittershaus
Oratorium: "Saul" am Theater an der Wien