© ZDF, Jana Kay
Nina Mavis Brunner moderiert in der Woche vom 5. bis zum 9. Februar 2018.
Nina Mavis Brunner moderiert in der Woche vom 5. bis zum 9. Februar 2018.
"Kulturzeit" am 07.02.2018
Die Themen der Sendung im Überblick
"Kulturzeit", das werktägliche Fernsehfeuilleton der 3sat-Partner ARD, ZDF, ORF und SRF, berichtet aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über das kulturelle Leben - montags bis freitags live ab 19.20 Uhr.
Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags, live um 19.20 Uhr
Die Kinder der Toten - Ethik der israelischen Reproduktionstechnologie
© ZDF
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In Israel ist die Reproduktionsmedizin weiter fortgeschritten als in jedem anderen Land. Israel verschiebt die ethischen und moralischen Grenzen der Medizin, treibt die Forschung massiv voran. Das liegt auch an der jüdischen Religion, für die die Erschaffung des Lebens das oberste Gebot darstellt. Ist es moralisch, Kinder zur Welt zu bringen, deren biologischer Vater schon nicht mehr am Leben ist? Wie lässt sich "posthume Reproduktion" rechtfertigen? Es gibt mittlerweile Kinder, die von den eingefrorenen Spermien ihrer schon seit Jahren toten Väter gezeugt wurden. Wir haben die Familie eines Kindes, das einen toten Vater hat, besucht unud Experten zu ihrer Einschätzung dieser Entwicklung in Israel befragt.

"Sand fürs Getriebe" - Klaus Staeck im Gespräch
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"Sand fürs Getriebe" lautet der Titel einer umfangreichen Retrospektive im Folkwang Museum in Essen zum 80. Geburtstag des Plakatkünstlers Klaus Staeck. Staeck habe mit seinen satirischen Plakaten, Postkarten und Aufklebern das visuelle Gedächtnis der Bundesrepublik seit Ende der 1960er Jahre maßgeblich mitgeprägt, so der Geschäftsführende Direktor des Folkwang Museums, Hans-Jürgen Lechtreck. Satire bedeute für ihn, "sich für die unverschuldet Schwachen gegenüber den übermäßig Starken einzusetzen", sagt Klaus Staeck. Für ihn komme es darauf an, Menschen aufzurütteln und zum Handeln zu bewegen: "Ich verteidige die Politik in der Demokratie." Gleichzeitig halte er die Demokratie derzeit für sehr gefährdet. Wir sprechen mit dem Künstler Klaus Staeck, der sich als SPD-Mitglied mehrfach in Wahlkämpfe eingemischt hat, auch über die aktuellen Koalitionsverhandlungen zur Großen Koalition.
Kulturzeit-Gesprächsgast ...
© dpa Video Klaus Staeck, Künstler
(07.02.2018)
"Unsere Stimme wird gehört" - Der scheidende Akademie-Präsident Klaus Staeck

Grütters als Kulturstaatsministerin gesetzt
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Kulturstaatsministerin Monika Grütters (56) wird ihr Amt aller Voraussicht nach auch in der großen Koalition behalten. Nach der am 7. Februar 2018 vereinbarten Aufgabenverteilung zwischen Union und SPD bleibt der Posten des oder der Beauftragten für Kultur und Medien im Kanzleramt angesiedelt. Damit gilt Grütters als gesetzt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Unionskreisen erfuhr. Die gebürtige Münsteranerin ist seit 2013 in der Bundesregierung für Kultur und Medien verantwortlich. Nach dem neuen Koalitionsvertrag soll in der neuen Legislaturperiode vor allem die Kultur in der Fläche gestärkt werden. "Indem wir Kultur und (kulturelle) Bildung für alle zugänglich machen, im urbanen und ländlichen Gebiet, unabhängig von Einkommen und Herkunft, ermöglichen wir echte Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben", heißt es im Entwurf des Koalitionsvertrag mit Stand vom 7. Februar 2018.

Vorwürfe gegen Hartmann
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Matthias Hartmann wurde am Wiener Burgtheater im Zuge eines Finanzskandals entlassen. Jetzt erheben damalige Mitarbeiter Vorwürfe gegen den Ex-Intendanten. Der wehrt sich und spricht von einem "gezielten Angriff" auf die Premiere seines David-Bowie-Musicals "Lazarus", das am 3. Februar 2018 in Düsseldorf seine deutsche Erstaufführung feierte. Die österreichische Zeitung "Der Standard" veröffentlichte am Premierentag einen offenen Brief von rund 60 Burgtheater-Angestellten, die Hartmann vorwerfen, während seiner Intendanz von 2009 bis 2014 eine "Atmosphäre der Angst" geschaffen zu haben.
Hintergrund ...

Wien 1900 - Egon Schiele
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Egon Schiele war ein extravaganter Superstar der Wiener Moderne: Seine expressiven Selbstporträts, seine Akte und Landschaften erregten damals die Gemüter und das tun sie in gewisser Weise heute noch. Wir fragen: Was interessiert Künstler wie Günter Brus und Thomas Palme heute an Schiele und wie interpretiert ein Kunsttherapeut die Bildwirklichkeiten des Künstlers? Zwei große Schiele-Schauen zum 100. Todestag 2018 sind in Wien geplant: im Leopold-Museum und im Belvedere und dafür gibt es umfangreiche Vorbereitungen beziehungsweise neue Erkenntnisse zur Schiele-Forschung.

Wer spricht denn da? Synthetische Stimmen täuschend echt
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Stellen Sie sich vor, jemand spricht mit Ihrer Stimme. Stellen Sie sich vor, man könnte Ihnen alles in den Mund legen, weil sich Ihre Stimme kopieren lässt. Seit Jahrzehnten versuchen Forscher, die synthetisch erzeugte Stimme menschlich tönen zu lassen. Doch bisher mit wenig Erfolg. 2017 hat ein kanadisches Start-Up-Unternehmen eine Software entwickelt, die mit fünf Minuten Stimm-Material jeden beliebigen Satz sprechen kann. Wird man bald jede Stimme kopieren können? Wird es die Stimme als einmaliges Erkennungsmerkmal bald nicht mehr geben?

Die Kulturzeit-Tipps

<b>FILM:</b><br />"Wind River" von Taylor Sheridan © dpa
FILM:
"Wind River" von Taylor Sheridan
<b>Ausstellung:</b><br />"Max Ackermann" in Friedrichshafen © Zeppelin Museum Foto Tretter
Ausstellung:
"Max Ackermann" in Friedrichshafen