Cécile Schortmann moderiert in der Woche vom 29. Januar bis zum 2. Februar 2018.
Cécile Schortmann moderiert in der Woche vom 29. Januar bis zum 2. Februar 2018.
"Kulturzeit" am 01.02.2018
Die Themen der Sendung im Überblick
"Kulturzeit", das werktägliche Fernsehfeuilleton der 3sat-Partner ARD, ZDF, ORF und SRF, berichtet aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über das kulturelle Leben - montags bis freitags live ab 19.20 Uhr.
Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags,
live um 19.20 Uhr
Macht und #MeToo am Theater
© colourbox
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Seit der Causa Wedel bekommen wir einen Eindruck davon, was sich auch bei uns manche Frauen gefallen lassen müssen im Film- und im Theaterbusiness. Und auch wenn da momentan ein einzelner bedeutender Regisseur am Pranger steht - es sind die Strukturen der Branche, die verbale und körperliche Übergriffe ermöglichen und decken. Wie diese Strukturen genau aussehen, darüber sprechen wir mit dem Theatersoziologen Denis Hänzi. In seinem Buch "Die Ordnung des Theaters. Eine Soziologie der Regie" schreibt er, dass das deutschsprachige Theater immer selbstreferenzieller geworden ist und sich zu einer "dominant männlich codierten" Erfolgskultur entwickelt hat.
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Kulturzeit-Gespräch mit ...
Denis Hänzi, Theatersoziologe
(01.02.2018)
SCHWERPUNKT:
Nein heißt Nein - Die #MeToo-Debatte zum Thema sexuelle Belästigung

Denkmalschutz vs. Stadtentwicklung
© ZDF
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Sachsen-Anhalt hat 38.000 denkmalgeschützte Bauten - fast so viele wie ganz Frankreich. 20 Prozent davon gelten als verfallsbedroht. Wie auch das Loheland-Haus in Bernburg - einst Gymnastikheim der Loheland-Frauen und damit ein "einmaliges historisches Erbe der Moderne" - heute nicht mehr als ein moosbewachsener Bretterverschlag. Weil das so ist, hat der Stadtrat entschieden, das Gebäude abzureißen und stattdessen Parkplätze zu bauen. So soll die Stadt für Besucher attraktiver werden, zumal das 35.000-Einwohner-Städtchen noch weitere 313 denkmalgeschützte Objekte besitzt. Bernburg wird somit zu einem guten Beispiel für den Konflikt zwischen Denkmalschutz und Stadtentwicklung.
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Österreichischer Filmpreis 2018
© dpa
Triumph für Adrian Goigingers "Die beste aller Welten" beim achten Österreichischen Filmpreis, der am 31. Januar 2018 in Grafenegg in Niederösterreich verliehen wurde: Die Autobiografie konnte fünf ihrer neun Nominierungen in Auszeichnungen ummünzen, darunter "Bester Spielfilm", "Beste Regie" und "Beste weibliche Hauptrolle". Mit einer Rekordzahl von 14 Nominierungen ging der Film "Licht" der Wiener Regisseurin Albert ins Rennen. Ebenso wie "Die beste aller Welten" wurde das historische Drama mit fünf Preisen ausgezeichnet - etwa in den Kategorien "Beste Kamera" und "Bestes Szenenbild". Mit vier Preisen - von fünf Nominierungen - wurde der Dokumentarfilm "Untitled" von Michael Glawogger und Monika Willi geehrt. Auch gesellschaftspolitische Themen haben bei der Verleihung nicht gefehlt, darunter die #MeToo-Debatte und der jüngste Skandal um den FPÖ-Abgeordneten Udo Landbauer und die Liedertexte der Burschenschaft Germania.
Debatte
Skandal um Nazi-Liedgut
FPÖ-Spitzenkandidat in Niederösterreich unter Druck

Jemen - der vergessene Krieg
© Reuters
Tod durch Bomben, Hunger, Cholera und jetzt auch Diphterie - im Jemen spielt sich zur Zeit eine der größten humanitären Katastrophen der Welt ab. Seit Beginn der "Operation Entscheidungssturm" 2015 sind nach UN-Angaben bereits 10.000 Menschen getötet worden, sieben Millionen stehen am Rande einer Hungersnot und eine Million Menschen leidet an Cholera. Und die "Weltöffentlichkeit"? Schaut selten mal in Richtung Jemen. Der Konflikt ist komplex - vor allem aber ist das Land abgeriegelt, ausländische Journalisten sollen nicht zuschauen bei diesem Stellvertreterkrieg Saudi-Arabiens gegen den Iran. Hilfsorganisationen schlagen Alarm: Statt mehr Waffen muss eine diplomatische Lösung her. Was sonst?
Der "aspekte"-Beitrag in der ZDFmediathek ...
ZDFmediathek
"aspekte"-Interview:
"Es ist ein Krieg der Großmächte im kleinen Jemen"

Dichter Galal Alahmadi über die katastrophale Lage seiner Heimat

"Free Lunch Society"
© GoldenGirls
Essen ohne Arbeit - sowas gibt es nicht. Noch nicht. Denn führende Köpfe in Wirtschaft und Politik sind sich einig: das bedingungslose Grundeinkommen wird kommen. Dokumentarfilmer Christian Tod hat eine Weltreise gemacht, um die vielfältigen Positionen zum bedingungslosen Grundeinkommen einzufangen. Seine Dokumentaion "Free Lunch Society" läuft ab dem 1. Februar 2018 in den deutschen Kinos.

Der "Capriccio"-Beitrag in der ARD-Mediathek ...
Dokumentation
"Free Lunch Society"
DE/AT 2018
Regie: Christian Tod
Kinostart DE: 01.02.2018

Die Kulturzeit-Tipps

<b>AUSSTELLUNG:</b><br />"Patrick Angus" in Stuttgart © dpaAUSSTELLUNG:
"Patrick Angus" in Stuttgart
<b>OPER:</b><br />"Dantons Tod" in Magdeburg © MDROPER:
"Dantons Tod" in Magdeburg
<b>MUSIK:</b><br />"Franz Ferdinand" auf Tour © dpaMUSIK:
"Franz Ferdinand" auf Tour