Cécile Schortmann moderiert in der Woche vom 11. bis zum 15. Dezember 2017.
Cécile Schortmann moderiert in der Woche vom 11. bis zum 15. Dezember 2017.
"Kulturzeit" am 14.12.2017
Die Themen der Sendung im Überblick
"Kulturzeit", das werktägliche Fernsehfeuilleton der 3sat-Partner ARD, ZDF, ORF und SRF, berichtet aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über das kulturelle Leben - montags bis freitags live ab 19.20 Uhr.
Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags,
live um 19.20 Uhr
Sorj Chalandon: "Mein fremder Vater"
© ZDF
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Der französisch-tunesische Autor Sorj Chalandon hat Schlimmstes erlebt: Der Vater verprügelt ihn aus nichtigem Anlass, gaukelt ihm vor, er sei Geheimagent, Pastor, Judolehrer mit schwarzem Gürtel, Sänger oder Agent im algerischen Widerstand. Der Junge glaubt ihm, ist ihm ausgeliefert und stellt den Vater trotz aller Demütigungen nicht infrage. Der Vater will seinen Sohn zum Rebellen ausbilden - für die im Untergrund agierende Terror-Organisation OAS. Der Junge muss Parolen auf Hauswände schreiben oder Drohbriefe bei verhassten Politikern einwerfen. Chalandons stark autobiografisch gefärbter Roman "Mein fremder Vater" ist das beklemmende und sehr berührende Zeugnis dieser gestörten Vater-Sohn-Beziehung. Chalandon ist schon mehrere Male für den Prix Goncourt nominiert worden, war als Reporter für die Zeitung "Libération" im Libanon, Irak und Somalia und ist heute Herausgeber des Magazins "Canard Enchainé". Wir haben ihn in Frankreich getroffen.
Buch
© ZDF "Mein fremder Vater"
Sorj Chalandon
Übersetzung: Brigitte Große
DTV 2017
ISBN-13: 978-3423281140

#MeToo - Nein heißt Nein
© dpa
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Seitdem Hollywood-Filmmogul Harvey Weinstein sich mit Missbrauchs- und Vergewaltigungsvorwürfen konfrontiert sieht, kommen fast täglich neue Anschuldigungen von Frauen wie Männern aus der Kulturbranche ans Licht. Unter dem #MeToo trauen sich seitdem viele, ihre eigenen Erfahrungen zu teilen. Doch zurück bleibt ein Gefühl, dies sei erst die Spitze des Eisbergs. In Deutschland wird die #MeToo-Debatte derzeit noch recht verhalten geführt. Darüber und mehr sprechen wir mit der Schriftstellerin Theresia Enzensberger. In ihrem Debütroman "Blaupause" (2017) hat sie sich mit dem versteckten Sexismus der Bauhaus-Schule von Walter Gropius beschäftigt.
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Kulturzeit-Gespräch mit ...
© ZDF Video Theresia Enzensberger, Schriftstellerin
(14.12.2017)

"Das intensive Leben"
© Imagestate
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Die Intensität organisiert unsere Welt. Seit der Entdeckung der Elektrizität ist sie ist der höchste Wert des modernen Lebens, sagt der französische Philosoph Tristan Garcia. Die ständige Suche nach Intensität ist anstrengend: Süchtig jagen wir neuen Höhepunkten und Extremen nach, immer unter Strom. Kein letzter Sinn, kein seliges Jenseits sei mehr wichtig, so Garcia. Es gehe nur darum, unser bereits bestehendes Dasein noch besser zu erleben. In seinem Buch "Das intensive Leben: Eine moderne Obsession" erläutert er, warum wir der Intensität nachjagen.
Buch
"Das intensive Leben: Eine moderne Obsession"
von Tristan Garcia
Übersetzung: Ulrich Kunzmann
Suhrkamp 2017
ISBN-13: 978-3518587003

"Star Wars - Die letzten Jedi"
© Lucasfilm  ap
"Die letzten Jedi" ist mit fast drei Stunden länger als jede andere Episode der "Star Wars"-Saga. Das Kräftemessen im Universum geht also in die nächste Runde und die Sternenkrieger halten wieder jede Menge praktischer Ratschläge für ein glückliches intergalaktisches Leben bereit. Auch Luke Skywalker ist endlich wieder zurück. Der Held der frühen"Star-Wars"-Filme begeistert als kauziger Jedi-Meister, der mit der Macht erstmal nichts zu tun haben will.

Der Mittagsmagazin"-Beitrag in der ARD-Mediathek ...
Film
"Star Wars - Die letzten Jedi"
US 2017
Regie: Rian Johnson
Darsteller: Mark Hamill, Daisy Ridley, John Boyega, u.a.
Kinostart DE/AT/CH: 14.12.2017

Warum wir Kalender brauchen
© dpa
Menschen sehnen sich nach Struktur. Die Vermessung der Zeit - das liefern Kalender. Alles eingeteilt: vier - oder, je nachdem, wo man lebt, fünf - Jahreszeiten. Feiertage, Urlaub, Arbeitszeit - der endlose Fluss erhält eine Ordnung. Der Kalender bestimmt den Rhythmus. Ein Essay.

Der "Capriccio"-Beitrag in der ARD-Mediathek ...