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Die Kampagne Ican setzte sich gegen 215 Personen und 102 andere Organisationen durch, die 2017 für die Auszeichnung nominiert worden sind.
Kampf den Atomwaffen
Friedensnobelpreis 2017 an Anti-Atomwaffen-Kampagne Ican
Der Friedensnobelpreis 2017 geht an die internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung (Ican). Das gab das norwegische Nobelkomitee am 6. Oktober 2017 in Oslo bekannt. Die Organisation werde für "ihre bahnbrechenden Bemühungen" gewürdigt, ein Verbot nuklearer Waffen zu erreichen, sagte die Komitee-Vorsitzende Berit Reiss-Anderson. Die nächsten Schritte zu einer atomwaffenfreien Welt müssten die Atommächte miteinbeziehen.
"Wir leben in einer Welt, in der das Risiko eines Atomwaffeneinsatzes größer ist als seit langer Zeit", erklärte Berit Reiss-Andersen am 6. Oktober in Oslo. Ican wurde 2007 in Wien gegründet. Die Graswurzelbewegung ist inzwischen in mehr als 100 Ländern aktiv. Zuletzt hatte Nordkorea mit Atomtests massive Kritik auf sich gezogen. 2015 dagegen wurde der Abschluss des Atomabkommen mit dem Iran international als Erfolg gefeiert. US-Präsident Donald Trump zieht die Vereinbarung allerdings in Zweifel.

Der Friedensnobelpreis ist eine der renommiertesten Auszeichnungen weltweit. Die Jury hatte sich in diesem Jahr unter 318 Anwärtern entscheiden müssen - 215 Personen und 103 Organisationen waren für den Preis vorgeschlagen. 2016 hatte das Nobelkomitee Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos ausgezeichnet. Er erhielt den Nobelpreis für "seine entschlossenen Anstrengungen, den mehr als 50 Jahre andauernden Bürgerkrieg in dem Land zu beenden". Der mit umgerechnet etwa 940.000 Euro (neun Millionen schwedischen Kronen) dotierte Friedensnobelpreis wird am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel, in Oslo verliehen.

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Kulturzeit: montags bis freitags,
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Die Nobelpreise 2017