© ZDF, Jana Kay
Nina Mavis Brunner moderiert vom 15. bis zum 19. Mai 2017.
Nina Mavis Brunner moderiert vom 15. bis zum 19. Mai 2017.
"Kulturzeit" am 15.05.2017
Die Themen der Sendung im Überblick
"Kulturzeit", das werktägliche Fernsehfeuilleton der 3sat-Partner ARD, ZDF, ORF und SRF, berichtet aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über das kulturelle Leben - montags bis freitags ab 19.20 Uhr.
Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags
live um 19.20 Uhr
National Bird
©  NFP_marketing&distribution, Ten Forward Films, Torsten Lapp
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Beim Thema Drohnenkrieg ist häufig von "chirurgischen Eingriffen" die Rede. Als sei Krieg eine Heilungsmaßnahme, effektiv, schnell und geräuschlos. Diese Form der Kriegsführung, bei der man seine Feinde vernichtet, ohne eigene Soldaten zu opfern, ist der Traum von Militärs weltweit. Seit dem 11. September 2001 wird dieser Traum von den USA gelebt. Während in Afghanistan Bomben fallen, sitzt die Crew tausende Meilen entfernt in den USA und einer drückt den roten Knopf. Dass bei diesem anonymen Töten nach wie vor Menschen involviert sind, die schwere psychische Schäden davontragen - ein Tabu. Alle, die am US-Drohnenprogramm mitarbeiten, unterliegen einer strengen Schweigepflicht. Dennoch ist es der Journalistin und Dokumentaristin Sonia Kennebeck gelungen, drei von ihnen zum Reden zu bringen. Im Film "National Bird" sprechen sie offen über die Traumata, die sie nicht loslassen, über die Angst vor der Verfolgung als "Whistleblower" und von der ersten Begegnung mit realen Opfern ihres Tuns.
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Dokumentation
"National Bird"
US 2016
Regie: Sonia Kennebeck
Kinostart DE: 18.05.2017

Die Gefahren geschlossener Systeme
© clipdealer
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Whistleblower sind oft unsere einzige Möglichkeit, in abgeschottete Systeme hineinzublicken. Von denen gibt es eine ganze Menge - man will es kaum glauben in unserer digitalen Gesellschaft mit ihren gläsernen Bürgern. Diese Systeme haben eigene Werte, Verhaltensregeln, Traditionen. Was bedeutet es, von solch geschlossenen Netzwerken umgeben zu sein? Und welche Gefahren gehen von ihnen aus? Wir sprechen mit dem Soziologen Dirk Baecker.
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Kulturzeit-Gespräch mit ...
Dirk Baecker, Soziologe
(15.05.2017)

Gesellschaftsmodell Großbaustelle (Staat 2)
© Bennotobler
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Was erzählen Großbaustellen über unsere Gesellschaft? Was erzählen ihre verborgenen Choreografien verschobener Fertigstellung und Kostenkorrekturen, die komplexen Verflechtungen ihrer Akteure, die undurchsichtigen Verbindungslinien in alle Welt? Warum bauen Staaten und für wen? Was geht vor: Partizipation oder Masterplan? In "Gesellschaftsmodell Großbaustelle" entwirft Stefan Kaegi das Wimmelbild einer Gesellschaft im Baufieber. Dabei sitzt das Publikum nicht im Dunkeln des Zuschauerraums, sondern folgt sieben Experten auf szenischen Baustellenführungen über die Simultanbühnen eines sich immer weiter auffächernden Raumes. Die Produktionsserie "Staat 1-4" ist eine Kooperation von Haus der Kulturen der Welt in Berlin, den Münchner Kammerspielen, des Düsseldorfer Schauspielhauses, des Staatsschauspiels Dresden, des Schauspielhauses Zürich und "Rimini Protokoll" im Rahmen des HKW-Langzeitprojekts "100 Jahre Gegenwart".
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Theater
"Gesellschaftsmodell Großbaustelle (Staat 2)"
von "Rimini Protokoll"
Regie: Stefan Kaegi
Die Produktionsserie "Staat 1-4" ist eine Kooperation von Haus der Kulturen der Welt, Münchner Kammerspielen, Düsseldorfer Schauspielhaus, Staatsschauspiel Dresden, Schauspielhaus Zürich und "Rimini Protokoll" im Rahmen des HKW-Langzeitprojekts "100 Jahre Gegenwart".

Biennale 2017: Christine Macel
© AP
Sie wollte alles anders machen. Endlich mal die elende Politisierung der Kunst hinter sich lassen. Die Macht des Marktes brechen. Die kosmische Dimension der Kunst wiederherstellen. Christine Macel, Kuratorin der Hauptausstellung der Biennale 2017, wollte uns endlich mal erklären, was Kunst eigentlich ist. Der Weg vom Künstler bis zur Unendlichkeit führt durch neun Trans-Pavillons, durch die Freuden und Ängste, über dionysische Fantasien und magische Heilungen, die Farben und die Zeit, bis zur Ewigkeit. Die Geburt der Kunst aus dem Geist des Schamanismus. "Ich bin mehr denn je zuvor überzeugt, dass Kunst notwendig ist", sagt Christine Macel. "Kunst ist Widerstand gegen den Zustand der Welt. Widerstand an sich."
Der "ttt"-Beitrag in der ARD-Mediathek ...
Schwerpunkt
"Viva Arte Viva"
Die 57. Kunst-Biennale in Venedig

Wer ist Salvador Sobral?
© dpa
Den ESC hat 2017 Portugal gewonnen. Der 27-jährige Salvador Sobral verzichtete in der ukrainischen Hauptstadt Kiew auf eine spektakuläre Show und überzeugte mit viel Gefühl. Die in seiner Muttersprache vorgetragene Jazz-Ballade "Amar Pelos Dois" ("Liebe für zwei") geht auf eine Komposition seiner Schwester Luísa Sobral zurück. Am Ende der großen Live-Show sangen die beiden den Song gemeinsam, während Goldglitter vom Hallendach rieselte. Wer ist dieser Salvador Sobral?
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