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Auf 1000 Seiten verknüpft Guntram Vesper in "Frohburg" seine eigene Biografie mit akribisch recherchierten Anekdoten der deutschen Geschichte.
Quer durch Deutschland
Leipziger Buchpreis 2016 für Guntram Vesper
Der Schriftsteller Guntram Vesper darf sich über den renommierten Leipziger Buchpreis in der Kategorie Belletristik freuen. Vesper erhält die Auszeichnung für sein Werk "Frohburg" (Schöffling) und setzte sich gegen vier Mit-Nominierte durch.
In dem über 1000 Seiten starken Roman beschäftigt sich Guntram Vesper mit dem Ort seiner Geburt: Frohburg, einer Kleinstadt südlich von Leipzig, wo er Kindheit und Jugend verbrachte, ehe die Familie 1957 in die Bundesrepublik floh. Die Jury bemerkte: "In 'Frohburg' erzählt Vesper von deutschem Leben im 20. Jahrhundert, von Kultur, Politik, Krieg und Nachkrieg, und entwirft damit ein Geschichts- und Geschichtenpanorama, das sich zumeist aus eigenem Erleben und Beobachten speist und das ein Land und eine Zeit gültig festhält." Vesper lebt als freier Autor in Göttingen. Er verfasste Gedichte, Erzählungen und Hörspiele und wurde schon vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Peter-Huchel-Preis.

Jury: "Überbordender Wortwitz"
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Preisträger im Glück: Goldstein, Döbert, Vesper (v.l.n.r.)
In der Kategorie Übersetzung ist Brigitte Döbert mit dem Leipziger Buchpreis geehrt worden. Sie übersetzte aus dem Serbischen das Werk "Die Tutoren" von Bora Ćosić (Schöffling & Co.). "Wenn Ideologien zerbröseln, gerät die Sprache außer Rand und Band. Mit überbordendem Wortwitz bildet Brigitte Döbert ein Kompendium balkanischer Verrücktheiten nach", hieß es seitens der Jury. Die in Berlin lebende Döbert (Jahrgang 1959) übersetzt aus dem Bosnischen, Englischen, Kroatischen und Serbischen. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert. 2015 hatte ihn Mirjam Pressler für ihre Übertragung des Buchs "Judas" von Amos Oz aus dem Hebräischen erhalten.


In der Kategorie Sachbuch hat Jürgen Goldstein die Auszeichnung für sein Werk "Georg Forster gewonnen. Zwischen Freiheit und Naturgewalt" (Matthes & Seitz Berlin). Goldsteins Studie über den Entdeckungsreisenden und Intellektuellen Forster (1754-1794) gehe über die Gattung der Biografie hinaus, "indem sie sachkundig und thesenstark das anthropologische Lebenswerk eines Mannes deutet, dessen politisches Denken durch seine bahnbrechenden Reisen unmittelbar geprägt wurde", hieß es zur Begründung. Goldstein, Jahrgang 1962, lehrt als Professor für Philosophie an der Universität Koblenz-Landau. 2015 hatte Philipp Ther den Sachbuchpreis für das Buch "Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent. Eine Geschichte des neoliberalen Europa" erhalten.

Schwerpunkt
BUCHMESSE LEIPZIG
17. bis 20.03.2016
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Guntram Vesper zu Gast am 3sat-Stand (17.03.2016)
Buchmesse Leipzig
Ein Lob der Lyrik
Leipziger Buchpreis für den Dichter Jan Wagner (2015)