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© Markus Dillmann, ZDF (7) Lupe
Erinnert sich gern an John Cusack: Teresa Corceiro.
7 Fragen an Teresa Corceiro ...
Kulturzeit-KollegInnen ziehen Berlinale-Bilanz
Die Berlinale 2016 neigt sich dem Ende entgegen. Am 20. Februar 2016 werden die Bären verliehen und der Film-Marathon ist erst mal wieder vorbei. Wir haben unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort um eine kurze Bilanz gebeten.
Wie viele Filme hast Du auf dieser Berlinale gesehen?
Circa 40.

Was war die stärkste Leistung?
Der achtstündige Wettbewerbsbeitrag des Philippinen Lav Diaz. Ein monumentales Epos, das die Logistik des Festivals hart auf die Probe stellte. Für mich ein unvergleichliches Erlebnis, ein absoluter Bilderrausch und das Eintauchen in eine fremde und faszinierende Kultur. Kino pur! Und natürlich der hinreißende portugiesische Wettbewerbsfilm, der mich zu Tränen gerührt hat.

Was hat Dich enttäuscht?
Der Film von Spike Lee, reinster Agitprop. Das war besonders peinlich, weil er im Vorfeld so sehr auf die Oscars geschimpft und eine Nominierung für seine Hauptdarstellerin eingefordert hatte: Dazu fällt mir nur ein: "Hättest Du geschwiegen, wärst Du ein Philosoph geblieben …"

Ein besonderer Moment dieser Berlinale?
Auf der Pressekonferenz zu "Chi-Raq" saß ich circa drei Meter vor John Cusack, ein wirklich sympathischer, kluger und intelligenter Mann. Als ich sehr spät am Abend zu meinem Hotel lief, stand er plötzlich da, auf dem Bürgersteig, eine Mütze tief ins Gesicht gezogen und doch unverkennbar. Er schaute von seinem Handy auf, sah mich und grüßte sehr charmant, wow!

Ein lustiger Moment dieser Berlinale?
Als mir eine philippinische Schauspielerin lachend verkündete, das Lustigste sei für die gewesen, im Film einen Orgasmus zu spielen und dabei zu wiehern wie ein Pferd.

Außerdem meine erneute Begegnung mit dem israelischen Schauspieler Hitham Omari, der sich noch gut an mich erinnern konnte und auf meine skeptische Frage nach dem Brauch der arrangierten Heirat theatralisch seine Arme ausbreitete und eine herzerweichende Liebeserklärung an seine Frau in unsere Kamera deklamierte. Sehr süß!

Was bleibt von der 66. Berlinale hängen?
Der emphatische Satz des philippinischen Regisseurs Lav Diaz über seinen achtstündigen Film, der schwerlich einen Weg in die Kinos finden wird: "I don’t sell my cinema, I do it for you."

Der wichtigste Tipp, um auch die 67. Berlinale zu überleben?
No sports!

Sendedaten
"Kulturzeit extra: Berlinale 2016 - die Filme, die Stars, die Bären"
Sonntag, 21.02.2016
22.15 Uhr in 3sat
Die 66. Berlinale in 3sat
66. Berlinale 2016
3sat auf den Filmfestspielen Berlin