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Tina Mendelsohn
Der interaktive Charakter des Fern-
sehinterviews reizt Tina Mendelsohn immer wieder. Idealerweise entwickelt sich dort ein Gespräch mit einem echten Erkenntnisgewinn, sagt sie.
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© dpa Lupe
Sewan Latchinian, der noch einen Vertrag bis Mitte 2019 hat, hat sich stets öffentlich gegen die Spartenstreichung am Volkstheater Rostock gestellt.
Wie jetzt, Rostock?
Latchinian soll gehen / OB will ihn halten
Der Dauerkonflikt um die Zukunft des Rostocker Volkstheaters wird immer schräger: Der Hauptausschuss des Bürgerschaft hatte Oberbürgermeister (OB) Roland Methling (parteilos) am 16. Februar 2016 beauftragt, mit Intendant Sewan Latchinian eine Vertragsauflösung zu verhandeln. Nun will der OB den Intendanten aber behalten. Das war auch mal anders.
Hintergrund ist die Entscheidung, das traditionsreiche Vier-Sparten-Haus auf zwei Sparten zu reduzieren, Schauspiel und Tanz sollen wegfallen. Der dringend notwendige Neubau des Theaters solle allein als Opernhaus erfolgen. Latchinian, der noch einen Vertrag bis Mitte 2019 hat, hatte sich stets öffentlich gegen die Spartenstreichung gestellt. Noch 2015 wollte OB Methling Latchinian entlassen. Nun erklärte er laut dpa: "Ich trage den Beschluss des Hauptausschusses nicht mit und erwäge, dazu in Widerspruch zu gehen." Latchinian solle vielmehr mit ganzer Kraft den von vielen Seiten getragenen Beschluss zur Entwicklung des Opernhauses umzusetzen, so Methling am 17. Februar 2016.

Hintergrund ...

© dpa
Latchinian bleibt, ...
Sewan Latchinian darf im Amt bleiben. Damit widerspricht eine deutliche Mehrheit dem Willen des OB Roland Methling, den Theaterchef zu entlassen. Und: Es wird auch noch einen Neubau des Volkstheaters geben.
weiter ...

 

Verkehrte Welt
Wir erinnern uns: 2015 hatte die Rostocker Bürgerschaft dem nach kritischen Worten zur Kulturpolitik umstrittenen Intendanten noch den Rücken gestärkt. Und Mehtling sah sich dem Vorwurf ausgesetzt, die Entlassung Latchinians als Vorwand zu nutzen, "nicht nur, um die Strukturen zu schwächen und das Theater weiter in seiner Handlungsfähigkeit einzuschränken, sondern auch um den Spartenabbau rascher und ohne einen Intendanten, der sich für sein Theater einsetzt, durchzuführen." Nun scheint es genau anders herum: Die Bürgerschaft scheint umgeschwenkt zu sein und der OB springt für Latchinian in die Bresche - obwohl dieser offenbar schon eingewilligt hat zu gehen. Als mögliche Abfindungssumme wurden 150.000 Euro genannt.

Die Spartenreduzierung und damit die Umsetzung der Zielvereinbarung mit dem Land ist seit Jahren Zankapfel in der Kommunal- und Landespolitik. So hatte der Kulturexperte der Linksfraktion im Landtag, Torsten Koplin, erst jüngst den Wegfall von Tanz und Schauspiel als Katastrophe bezeichnet. Einer wachsenden Universitätsstadt nur noch ein Opernhaus zu verpassen, sei rückwärtsgewandt, so Koplin. Methling hatte dagegen argumentiert, dass das Land nur bereit sei, das neue Theater zu finanzieren, wenn die Zielvereinbarung erreicht werde. Der Oberbürgermeister steht unter Druck. Und die Uhr tickt.

NDR.de
Rostock: Intendant Latchinian soll gehen
(17.02.2016)