Montag bis Freitag 19.20 Uhr
Kalender
Dezember 2016
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
28
29
30
0102
03
04
0506070809
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
01
Mediathek
SENDUNG vom 05.12.2016
Sendung verpasst?

Navigationselement
Navigationselement
© Reuters Video
NEWS ansehen ...
Goldene Grammophone
US-Popstar Taylor Swift räumt Grammys ab
Wochenlang fiebert die Musikbranche auf diesen Abend hin. Die Verleihung der Grammys ist für die Musikbranche, was die Oscars für die Filmszene sind. Großer Abräumer am 15. Februar 2016 in Los Angeles war US-Popstar Taylor Swift mit drei goldenen Grammophonen in den wichtigsten Kategorien.
Die 26-jährige Sängerin Taylor Swift gewann für ihr Album "1989" die Königsgategorien "Album des Jahres" und "bestes Pop-Gesangsalbum" sowie mit "Bad Blood" den Preis für das beste Musikvideo. Bei ihrer Dankesrede konnte sich die Sängerin einen Seitenhieb auf Kanye West, der Swift in seinem neuen Album "The Life of Pablo" beleidigt und vorgibt, er habe sie berühmt gemacht, nicht verkneifen. "Es wird immer Menschen geben, die deinen Erfolg untergraben oder Deine Errungenschaften für sich beanspruchen wollen", sagte sie. Davon dürften junge Künstler sich aber nicht aus der Bahn werfen lassen.

Aufnahme des Jahres wurde "Uptwown Funk" von Mark Ronson und Bruno Mars, während Ed Sheeran mit "Thinking Out Loud" den begehrten Grammy für den besten Song des Jahres gewann. Zur besten Newcomerin wurde die 22-jährige Popsängerin Meghan Trainor gekürt, die in ihrem Song "All About That Bass" den Schlankheitswahn vieler Frauen aufs Korn nimmt.

Favorit Lamar gewinnt in Nebenkategorien
© ap Lupe
US-Rapper Kendrick Lamar trat in Ketten auf.
Der Rapper Kendrick Lamar, einer der großen Favoriten des Abends, sicherte sich mit seiner politisch angehauchten Platte "To Pimp A Butterfly" den Preis für das beste Rap-Album, sowie Grammys in vier weiteren Sparten. Mit seinem Album setzte Lamar ein Zeichen gegen Diskriminierung und Polizeigewalt gegen Afroamerikaner. Auch bei seinem Live-Auftritt sparte der Künstler aus der kalifornischen Hip-Hop-Hauptstadt Compton nicht mit Symbolik und kam in Ketten auf die Bühne.

Justin Bieber gewann seinen ersten Grammy überhaupt zusammen mit den DJs Skrillex und Diplo für die Single "Where Are U Now" als beste Dance-Aufnahme. Drei der Preise in insgesamt 83 Kategorien nahm die Rockband Alabama Shakes mit nach Hause. Der sieben Mal nominierte kanadische R&B-Nachwuchsstar "The Weeknd" ging am Ende mit zwei Grammys nach Hause. "Earned it (Fifty Shades of Grey)" wurde zur besten R&B-Darbietung gekürt, seine Platte "Beauty Behind The Madness" lag in der Kategorie "Bestes Urban-Contemporary Album" vorn. Die britische Band Muse gewann mit "Drones" das goldene Grammophon für das beste Rockalbum des Jahres.

Magere Bilanz für Deutschland
Deutschlands Bilanz fiel in diesem Jahr mager aus. Von den Künstlern, die in Klassik-Sparten nominiert waren, holte nur der deutsche Violinist Augustin Hadelich einen Grammy für das beste klassische Instrumentalsolo. Eine von der Deutschen Grammophon produzierte Aufnahme der zehnten Symphonie des russischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch durch das Symphonieorchester Boston wurde ebenfalls ausgezeichnet. Auch die Häftlingsband Zomba Prison Project aus dem Hochsicherheitsgefängnis in der Stadt Zomba in Malawi ging leer aus. "Obwohl wir große Erwartungen hatten, sind wir nicht enttäuscht", sagte Little Dimizulu Mtengano, Leiter der Strafvollzugsbehörde. "Wir sind überglücklich, weil zum ersten Mal eine Häftlingsband für einen Grammy nominiert war."

© Reuters Lupe
Tribut für Glenn Frey, das verstorbene Gründungsmitglied der Eagles.
Der Abend in Los Angeles war geprägt von Gedenk-Konzerten für verstorbene Musiker. Die Rock-Band Eagles ehrte ihr verstorbenes Gründungsmitglied Glenn Frey mit dem Hit "Take It Easy", bei dem das Porträt des im Alter von 67 Jahren Verstorbenen groß auf der Leinwand zu sehen war. Soul- und R&B-Legende Stevie Wonder sang zudem für Maurice White, das verstorbene Gründungsmitglied der Band Earth, Wind & Fire, gemeinsam mit der A-Capella-Gruppe Pentatonix aus Texas. Höhepunkt war der Auftritt von Lady Gaga, die mit knallrotem Haar und einem Kostüm im David-Bowie-Stil ihrem verstorbenen Musikerkollegen Tribut zollte, indem sie ein Medley aus "Space Oddity", "Changes", "Ziggy Stardust", "Let's Dance" und anderen Bowie-Hits anstimmte.

Nachruf
Chamäleon der Rockmusik
Musikerlegende David Bowie ist tot
Nachruf
"Mr. Hotel California"
Eagles-Mitgründer Glenn Frey ist tot
Mediathek
© APVideoDie Zomba Prison Band
(15.02.2016)