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Die vielen Gesichter der Cate Blanchett
Julian Rosefeldts Videoinstallation in Berlin
Cate Blanchett als Lehrerin, Puppenspielerin, Brokerin oder Obdachloser: In der Videoinstallation "Manifesto" des deutschen Künstlers Julian Rosefeldt trägt die australische Schauspielerin in verschiedenen Rollen poetische Monologe vor. Das Berliner Gegenwartsmuseum Hamburger Bahnhof zeigt die Installation in einer Einzelausstellung.
In "Manifesto" rezitiert der Hollywood-Star Cate Blanchett 13 Manifeste von Künstlern, Architekten, Choreographen und Filmemachern wie André Breton, Claes Oldenburg, Sturtevant, Sol LeWitt und Jim Jarmusch. Sie ist dabei in zwölf verschiedenen Rollen zu sehen. Die Ausstellung "Manifesto" soll dem in Berlin lebenden international gefragten Medienkünstler Rosefeldt endgültig zum ganz großen Ruhm verhelfen. Und das scheint ihm gelungen zu sein. Seine Vidoarbeit findet auch wegen der international gefeierten Cate Blanchett große Beachtung. Die FAZ feiert die Ausstellung als "das erste große Ereignis dieser Berlinale".

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"Es ist das schönste Geschenk, das die Kunst dem Kino seit vielen Jahren gemacht hat", urteilt die FAZ über Rosefeldts Werk. © dpaLupe
Cate Blanchetts internationaler Ruhm überstrahlt den Künstler Rosefeldt. Der nimmt's gelassen und hält sich lieber im Hintergrund. © dpaLupe

 

Futurimus, Dadaismus, Surrealismus, Fluxus: Rosefeldt beschäftigt die Frage, welche Inhalte und Vorhaben den Kunstverkündern so dringlich sind, dass sie in ein Manifest gegossen werden - und ob sie heute noch taugen. Dabei legt er die Appelle verschiedenen Frauenfiguren (und einem Obdachlosen) in den Mund und eben nicht zornigen jungen Männern auf Barrikaden. Die Frauen gehen währenddessen meist ihren Berufen nach. Sie sprechen de Zuschauer direkt an. Cate Blanchett leistet dabei Großartiges: Sie hatte nur jeweils einem Drehtag für eine Person. "Sie lebt die Rollen," so Regisseur Rosefeldt. "Wenn man sie morgens zu den Dreharbeiten traf, war sie schon eine grantige Fabrikarbeiterin oder ein launiger Obdachloser. Sie hatte eben nur diesen einen Tag, um sich in die Rolle einzufinden."

Ausstellung
"Manifesto"
Hamburger Bahnhof, Berlin
bis 10.07.2016