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"Kulturzeit" am 15. Januar 2016
Die Themen der Sendung im Überblick
"Kulturzeit", das werktägliche Fernsehfeuilleton der 3sat-Partner ARD, ZDF, ORF und SRF, berichtet aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über das kulturelle Leben - montags bis freitags ab 19.20 Uhr.
"Iraqi Odyssey"
© Samir, Dschoint Ventschr Filmproduktion 2014 Lupe
Vier Millionen Iraker leben heute im Exil, jeder achte hat seine Heimat verlassen. Der Film "Iraqi Odyssey" schildert die Geschichte dieses Exodus, der keineswegs mit dem Sturz Saddams begann, sondern viel früher, mit dem Ende der britischen Kolonialherrschaft und den nachfolgenden Wirren. Der Schweizer Regisseur Samir, Sohn eines Irakers und einer Schweizerin, hat das selbst erlebt. Große Teile seiner weit verzweigten Familie sind in alle Welt verstreut. Für seinen Dokumentarfilm hat er einige seiner Onkel und Tanten besucht, anhand ihrer Zeitzeugenschaft zeichnet er die irakische Geschichte vom Beginn des 20. Jahrunderts bis heute nach. Samir erzählt dabei von einem modernen und weltoffenen Irak, dem einst modernsten arabischen Staat, und versucht begreiflich zu machen, wie das Land seiner Kindheit in Chaos und Gewalt versinken konnte. "Iraqi Odyssey" startet nun in Deutschland im Kino.
Dokumentation
"Iraqi Odyssey"
IQ/CH/DE/AE 2014
Regie: Samir
DE: im Kino
Kulturzeit-Interview mit ...
© ZDF Video Samir, Regisseur
(geführt während der Berlinale 2015)

Musik als Waffe?
© Stephan Sahm Video
Wie unmittelbar emotional und agitatorisch Musik und indoktrinierende Gesänge zu kriegerischen Zwecken eingesetzt werden, sehen wir gerade wieder in den Hassvideos des sogenannten Islamischen Staats. Wann wird aus Musik Propaganda? Wieso kommt ihr in der Einschwörung auf den Feind so eine entscheidende Rolle zu? Warum gehen Krieg und Musik überhaupt so gut zusammen? Und welche Rolle kann Musik auch im Protest gegen Krieg und Terror spielen? Das will die Veranstaltungsreihe "Krieg singen" im Berliner Haus der Kulturen der Welt in Konzerten, Performances, Diskussionen und Installationen ausloten. Dabei sind Künstler wie FM Einheit und Alex Hacke von den Einstürzenden Neubauten, die Tonaufnahmen von Adolf Hitler dekonstruieren, der Pianist Hauschka, der aus Stimmen von Kriegsgefangenen ein berührendes Chorwerk entstehen lässt, und die jüngst in Nordkorea aufgetretene Band Laibach, die immer wieder irritiert und provoziert, wenn sie in ihrer Musik mit totalitären Symbolen spielt.
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Veranstaltungsreihe
"Krieg singen"
Haus der Kulturen der Welt, Berlin
bis 17.01.2016
Dokumentation
"Musik als Waffe"
Donnerstag, 22.01.2015
um 20.15 Uhr in 3sat

Richard Wadani
© Milena-Verlag Lupe
Er war der erste österreichische Wehrmachts-Deserteur, der das Ehrenzeichen für Verdienste um die Befreiung Österreichs erhielt: der heute 93-jährige Richard Wadani. 2015 ist die erste Biografie über ihn erschienen. Aufgewachsen ist Wadani als Sohn österreichischer Eltern im revolutionären Prag der 1920er und 30er Jahre. Unfreiwillig kam er 1938 nach Wien und ebenso unfreiwillig in die Wehrmacht. Im Oktober 1944 lief er an der Westfront zu den Alliierten über. Die Biografie zeigt: Ein widerständiger Geist ist Richard Wadani von Beginn an gewesen.
Buch
"... und da habe ich gesprochen als Deserteur. Richard Wadani: Eine politische Biografie"
von Lisa Rettl und Magnus Koch
Milena-Verlag 2015
ISBN-13: 978-3902950413

Stephan Kaluza
© Frankfurter Verlagsanstalt Video
Stephan Kaluza ist Maler, Foto- und Aktionskünstler, Schriftsteller, Theaterautor in einer Person. Im Herbst 2015 hat er seinen dritten Roman vorgelegt, "Ein möglicher Ort", in dem er Themen, die ihn bei seiner Arbeit umtreiben, verarbeitet hat. Das Spiel mit Realitätsebenen, mit Projektionen, mit verschwimmenden Grenzen zwischen Inszenierung und Wirklichkeit, zwischen Virtualität und Wirklichkeit. Zur Handlung: Ein Fotograf verirrt sich im brasilianischen Urwald - in jeder nur denkbaren Weise.
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Buch
"Ein möglicher Ort"
von Stephan Kaluza
Frankfurter Verlagsanstalt 2015
ISBN-13: 978-3627002220

Joseph Frank
© MAK, Aslan Kudrnofsky Lupe
Der Architekt Josef Frank zählt zu den Größen der österreichischen Moderne. Der Schöpfer von Bau-Ikonen der Zwischenkriegszeit, etwa der Wiener Werkbundsiedlung, galt als Freidenker, als tolerant, weltoffen, stets auf das Wohl der Menschen bedacht. Seine erste Karriere als Architekt verbrachte er in Wien, seine zweite als Designer in Schweden, das für 30 Jahre zu seinem Exil wurde. Dort hat er seine charakteristischen Stoffmuster entworfen, Blüten, Blätter, Ornamente - damals ganz gegen den coolen Zeitgeist, heute wieder sehr hip. In Wien zeigt das Museum für Angewandte Kunst zurzeit eine Überblicksschau.
Design
"Josef Frank. Against Design"
Museum für angewandte Kunst (MAK), Wien (AT)
bis 03.04.2016