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Themen am 23.11.2017Navigationselement
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© ZDF, Rico Rossival Video
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Max Holleins "Kulturzeit"
Geburtstagssendung am 29. September 2015
Am 2. Oktober 1995 ging die "Kulturzeit" erstmals auf Sendung. Grund genug, unseren 20. Geburtstag mit fünf außergewöhnlichen Sendungen zu feiern: Wir laden fünf Kulturschaffende ein, ihre eigene "Kulturzeit"-Sendung zu gestalten und zu moderieren. Am 29. September 2015 überrascht der Frankfurter Museumsdirektor Max Hollein mit einer "Kulturzeit" ohne Kunst im herkömmlichen Sinne.
Max Hollein sucht nach Phänomenen des Alltags, deren Ästhetik uns fasziniert und die wie Kunst anmuten. Beispiel: Frischeparadies Supermarkt. Farben, Formen und Licht unterstützen die Schönheit der Waren. Ist auch die Präsentation von Lebensmitteln eine Form von Kunst? Hollein spricht darüber mit dem Produktdesigner Andrej Kupetz von der Stiftung Rat für Formgebung. Außerdem fragt der Direktor des Frankfurter Städel-Museums, der Schirn-Kunsthalle und des Liebieghauses: Wieviel Ästhetik steckt in einer mathematischen Gleichung oder in der Abbildung einer Computertomografie?

Lernen Sie Max Hollein kennen!
© ZDF Video
Bevor der dreifache Museumsirektor Max Hollein am 29. September 2015 seine "Kulturzeit" präsentiert, hat unsere Autorin Nicolette Feiler-Thull ihm ein paar Fragen gestellt, frei nach Proust ...
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Die Themen der Sendung

Keine Kunst - Ikonen der Fotografie
© dpa Video
Ein ertrunkener Flüchtlingsjunge liegt am Strand, sieht so aus, als schlafe er. Kennt man den Kontext, ist es ein aufrüttelndes Bild. Doch liegt das an der Geschichte des Bildes oder am Bild selbst? Bei manchen Fotos erscheint die Darstellung der Wirklichkeit wie eine Inszenierung. Schnappschüsse sehen plötzlich aus wie Kunst - und sind moralisch höchst mehrdeutig, wie zum Beispiel ein Foto von Thomas Hoepker von 9/11. Darauf ist eine Gruppe junger New Yorker in Brooklyn zu sehen, die entspannt am Ufer des Hudson sitzen, während im Hintergrund die Twin Towers brennen und sich darin Dramen abspielen. Genau diese Distanz, wird Hoepker später sagen, hat eine andere Dimension in dieses Bild gebracht. Wir fragen nach dem veränderten Bild des Bildes.
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Hallelujah - Fernsehpredigt als performativer Akt
© colourbox.de Lupe
In unsicheren Zeiten haben Fernsehprediger Hochkonjunktur. In den USA sind diese "Televangelisten" oft sehr einflussreich. Einige besitzen selbst TV-Stationen. Die Geschichte der Fernsehprediger ist eine Geschichte der Skandale. Was uns jedoch interessiert, ist die Fernsehpredigt als performativer Akt. Dieser ist derart suggestiv inszeniert, dass man fast bezweifeln muss, dass das Publikum die Aufführung als authentisch wahrnimmt. Das Publikum dagegen nimmt die Performance oft als abolut glaubwürdig wahr. Die Reaktionen reichen bis zu hysterischer Überwältigung. Wie aber kann ein derart kalkulierter Auftritt solch emotionale Reaktionen hervorrufen?

Künstlich - Frischeparadies Supermarkt
© German Design Council Stiftung Video
Die Nahrungsmittelindustrie generiert Obst und Gemüse, das in seiner Perfektion schon fast eine skulpturale Form annimmt. Das Frischeparadies wird in besonderen Farb - und Lichtstimmungen präsentiert, das ein besonderes Lebensgefühl generiert, um nicht zuletzt die Kauflust der Kunden zu steigern. Die Präsentation der Lebensmittel ist eine Art von Kunst - und doch nicht. Max Hollein hat den Produktdesigner Andrej Kupetz getroffen und mit ihm über die Kunst, das Leben sowie Schein und Sein im Supermarkt gesprochen.
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Am Rande der Kunst - Wissenschaftsbilder
© dpa Video
Wieviel Ästhetik steckt in einer mathematischen Gleichung oder in der Abbildung einer Computertomografie? Mathematische Formeln, mikroskopische Vergrößerungen, physikalische Versuchsanordnungen: Wenn wissenschaftliche Phänomene visualisiert werden, entstehen dabei oft überraschend schöne Grafiken und Bilder. Sie sehen aus wie Kunst, sind aber keine. Oder? Der österreichische Quantenphysiker Anton Zeilinger, der 2012 auf der documenta eine Installation zeigte, sieht die Schnittmenge zwischen Kunst und Wissenschaft darin: "Kunst und Wissenschaft sind ein Versuch, die Welt zu verstehen."
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Inszenierter Genuss - Kunst aus dem Kochtopf
© Reuters Video
Moose und Flechten, eingelegte Blüten und Baumnadeln, aus Birken gezapftes Wasser - was die Gourmetküche auf den Tisch bringt, ist weit entfernt von Sättigungsbeilage. Unter der Hand so mancher Spitzenköche wird scheinbar banales Gemüse wie Blumenkohl zur Kunst. Der Spanier Ferran Adrià hat es mit seiner Molekularküche sogar auf die documenta geschafft. Seine Schüler sind heute in Skandinavien zuhause und ihre Küche wird von Kritikern mit Schlagworten wie Purismus, Kreativität, Authentizität belegt, die man auch Werken von Künstlern zuschreiben könnte.
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Zitat
© dpaLupe"Ich wünsche Kulturzeit zum 20. Geburtstag ...
... die richtigen Antworten, Ideen und Initiativen im Umgang mit dem tiefgreifenden digitalen Wandel unserer Gesellschaft und mit all den Herausforderungen, die diese Revolution für die Medien wie auch für die Kulturlandschaft in gleichen Maßen mit sich bringt."

(Max Hollein, Direktor des Städel-Museums, der Schirn-Kunsthalle und des Liebieghauses in Frankfurt am Main)
20 Jahre Kulturzeit
Geburtstag im "Kulturzeit"-Studio
Fünf außergewöhnliche Sendungen zum 20.
Webstory
20 Jahre Kulturzeit - Eine Sendung erinnert sich
Reihe
Städel 200
Kulturzeit blickt auf 200 Jahre Städel-Kunst
Mediathek
VideoGespräch mit Max Hollein zu 200 Jahre Städel
(11.03.2015)