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© dpa Lupe
Wie geht sicheres Internet?
Sicher ist sicher
Happy "Safer Internet Day"
Jedes Jahr am zweiten Tag der zweiten Woche des zweiten Monats ist Safer Internet Day. Ein Aktionstag des Bundes und der Länder zum Innehalten, zum Nachdenken und Reflektieren, zum Sensibilisieren: Wie geht sicheres Internet? Geht das überhaupt?
Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Monaten eine Zunahme rassistischer und hetzerischer Äußerungen im Netz festgestellt und eine Reihe von Prüfverfahren eingeleitet. Darunter fiel etwa die Verbreitung von Falschinformationen und Schmähungen gegen Flüchtlinge, die den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllten, erklärte die Kommission.

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Anlässlich des "Safer Internet Day" rief die KJM dazu auf, Rassismus und Hetzbeiträge im Internet nicht einfach hinzunehmen. Nutzer sollten solche Verdachtsfälle nicht ignorieren, sondern bei der KJM oder unter jugendschutz.net melden, erklärte der KJM-Vorsitzende Andreas Fischer. "Damit können Sie dazu beitragen, das Internet für Kinder und Jugendliche sicherer zu machen."

Hasskommentare auf Facebook
Hassaufrufe, Hetze gegen Flüchtlinge, Holocaust-Leugnungen: Nachdem die Internetplattform Facebook massiv gerügt worden war, rechtswidrige Kommentare nicht oder nicht schnell genug gelöscht zu haben, hat der Konzern eine europaweite "Initiative für Zivilcourage Online" gegründet. Ziel sei es, Extremismus und Hassrede im Internet zu bekämpfen, erklärte Facebook. Experten wie dem Medienrechtler Christian Solmecke geht das nicht weit genug: "Die geplante Initiative von Facebook ist als Zusatzmaßnahme zwar grundsätzlich begrüßenswert, allerdings keine Hilfe, um geltendes Recht umzusetzen", sagte der Rechtsanwalt gegenüber epd.

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Facebook sei als Plattformanbieter verantwortlich und in der Pflicht, Inhalte mit strafrechtlich relevantem Inhalt zu löschen. In Hamburg hatte das US-Unternehmen Anfang Februar bei einer Pressekonferenz zu einer Offline-Tournee zum Thema Counter Speech keine besonders gute Figur gemacht, als Facebook-Managerin Eva-Maria Kirschsieper auf die Frage eines Journalisten, wie viele Mitarbeiter zur Zeit damit beschäftigt seien, Hass-Postings zu prüfen, keine Antwort gab.

Fitness-Tracker
Fast jeder Dritte in Deutschland nutzt laut einer Studie sogenannte Fitness-Tracker zur Aufzeichnung von Gesundheitsdaten. Das ergab eine repräsentative Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom. Angesichts der zunehmenden Verbreitung etwa von Fitness-Armbändern hat Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) die Krankenkassen vor einem massiven Zugriff auf die Gesundheitsdaten gewarnt. Es dürfe niemand "faktisch dazu gezwungen werden, so intime Daten wie die Herzfrequenz, die Geschwindigkeit beim Joggen oder die Häufigkeit des Trainings im Fitnessstudio zu veröffentlichen", schrieb Maas in einem Gastbeitrag für den "Donaukurier".

Krankenkassen dürften keine Tarifmodelle anbieten, bei denen günstige Tarife an ständige Übermittlung der kompletten Gesundheitsdaten gekoppelt seien. Er will deshalb prüfen lassen, die Verwendung bestimmter Gesundheitsdaten auf Grundlage des neuen EU-Datenschutzrechts einzuschränken. Menschen dürften "in keinem Fall zum reinen Objekt eines Algorithmus werden".

Kulturzeit-Gespräch mit ...
Dara Hallinan und Philip Schütz, Fraunhofer-Institut, Karlsruhe
über Neurodaten (10.02.2015)
Gesellschaft
Spiel mit dem Hass
Internethetze gegen Flüchtlinge
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Proceedings of the National Acadamy of Sciences of the Unioted States of America
Computer-based personality judgments are more accurate than those made by humans (engl.)
Netzkultur
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Streit um neue Facebook-Nutzungsbedingungen (2015)
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Wie steht Kultur zur Vorratsdatenspeicherung?
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