Montag bis Freitag 19.20 Uhr
Kalender
Dezember 2017
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
27
28
29
30
01
02
03
040506070809
10
1112131415
16
17
1819202122
23
242526272829
30
31
Moderation
CLIP: Cécile Schortmann
Themen am 12.12.2017Navigationselement
Navigationselement
© dpa Lupe
Seit dem 20. Oktober 2014 treffen sich Pegida-Anhänger immer montags.
"Wir sind das Volk!"
Kulturzeit-Schwerpunkt zu Pegida
Die "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" - kurz Pegida - fürchten eine Islamisierung Deutschlands und Europas. Seit dem 20. Oktober 2014 organisieren die Verantwortlichen montags wöchentliche Demonstrationen gegen eine aus ihrer Sicht verfehlte europäische und deutsche Einwanderungs- und Asylpolitik. Ein Jahr nach ihrer Gründung steht die Bewegung massiv in der Kritik. Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) spricht von "harten Rechtsextremisten".
Der Zulauf - vor allem im Osten Deutschlands - war anfangs enorm. Nach dem Rücktritt von Gründer Lutz Bachmann und Sprecherin Kathrin Oertel steckte die populistische Bewegung in der Krise. Doch sie überlebte - und demonstriert noch immer. Für SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi ist "ein Jahr Pegida ein Jahr zu viel". Die Organisatoren der Bewegung seien Demokratiefeinde und geistige Brandstifter. Auch das Attentat auf die Kölner Sozialdezernentin Henriette Reker am 17. Oktober 2015, kurz vor ihrer Wahl zur Oberbürgermeisterin, sei im Zusammenhang mit dem vergifteten Klima zu betrachten, das Rechte in Deutschland organisierten.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) erklärte, jeder, der bei Pegida mitlaufe, wirke daran mit, dass Hemmschwellen sinken. "Wer Galgen und Hitlerbärten hinterher läuft, für den gelten keine Ausreden mehr." Der Minister unterstrich, dass der Rechtsstaat "vor Bedrohung und Verhetzung nicht zurückweichen" werde.

Die Neuen Rechten bei Pegida
© dpa Video
Zum Repertoire von Pegida gehört auch die Idee muslimischer "Invasoren". Mit ihrem Einfall drohe eine neue Judenverfolgung, so die Behauptung der Neuen Rechten. Was steckt dahinter?
Mediathek ...

Kann denn Singen Sünde sein?
© dpa
Als sich am 21. November 2015 rund 300 AfD-Anhänger vor dem Mainzer Staatstheater zur Kundgebung "Gegen das Asylchaos" versammelten, stimmte das Theater bei geöffneten Fenstern Beethovens "Ode an die Freude" an.
weiter ...

20.10.2015: Eklat bei Pegida-Demo
© dpa
Akif Pirinçci hat mit seiner KZ-Rede bei der Pegida-Demo in Dresden für einen Eklat gesorgt. Die Staatsanwaltschaft prüft rechtliche Schritte. Die Verlagsgruppe Random House will alle seine Romane aus dem Angebot nehmen.
weiter ...

22.01.2015: Orientierungslos?
© Reuters
Lutz Bachmann, Chef der Pegida-Bewegung, hat all seine Ämter niedergelegt. Bachmanns "Hitler"-Foto und seine ausländerfeindlichen Facebook-Postings waren dann doch zu viel. Wohin geht die Reise für Pegida jetzt?
weiter ...

21.01.2015: Marsch, Marsch
© dpa
Am 19. Januar durften die Pegida-Anhänger nicht in ihrer Hochburg Dresden demonstrieren. Zwangspause aus Sicherheitsgründen. Zwei Tage später kommen die Islamkritiker nun in Leipzig zusammen. So viele wie noch nie.
weiter ...

13.01.2015: Protest und Gegenprotest
© dpa
Das Kräftemessen geht weiter: Bundesweit wachsen die Gegenproteste, doch auch die "Pegida"-Bewegung erhält weiter Zulauf. Nun formieren sich offenbar auch in Österreich und der Schweiz Pegida-Ableger.
weiter ...

12.01.2015: "Grabschändung"
© dpa
Die Anhänger von Pegida lassen auch nach dem Anschlag auf "Charlie Hebdo" nicht von ihren Kundgebungen ab. Sie wollen einen Trauermarsch für die Opfer des Terrors veranstalten. Das stößt auf heftige Kritik bei Politikern und Karikaturisten.
weiter ...

06.01.2015: Kritik & Verständnis
© dpa
In Dresden waren am 5. Januar bei der Pegida-Demonstration rund 18.000 Menschen auf der Straße - Rekordbeteiligung. Mittlerweile setzt sich auch die ausländische Presse mit der Pegida-Bewegung in Deutschland auseinander.
weiter ...

05.01.2015: #nopegida
© dpa
Der Dom bleibt dunkel. Köln setzt am 5. Januar ein Zeichen setzen: für Toleranz, gegen Pegida. Die selbsternannten "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" wollen erneut "gegen eine Verwässerung der deutschen Kultur" protestieren.
weiter ...

Kulturzeit-Gesprächsgast
Jan-Werner Müller, Politikwissenschaftler
(02.02.2015)
Schwerpunkt
Anschlag auf "Charlie Hebdo"
Terrorakt gegen Satiremagazin in Paris
Gesellschaft
Die "Wurzel allen Übels"
Rechtspopulismus in Europa (13.01.2015)
SRF
Was bringt Pegida der SVP?
Eine Einschätzung des Politologen Michael Hermann (13.01.2015)
Info
Wann ist jemand "Deutscher"?
Eine aktuelle Studie der Berliner Humboldt-Universität zeigt, dass die meisten Menschen jemanden als "Deutschen" wahrnehmen, wenn er gut deutsch spricht und einen deutschen Pass hat. Allerdings sind immerhin 38 Prozent der Bevölkerung der Ansicht, eine Frau, die ein Kopftuch trage, könne nicht deutsch sein. Die gleiche Studie, aus der erste Ergebnisse im Dezember 2014 veröffentlicht worden waren, hatte zudem festgestellt, dass 85 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen den Satz "Ich liebe Deutschland" unterschreiben würde.
mehr zum Thema