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Nina Mavis BrunnerNavigationselement
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© dpa Lupe
Andy Warhols "Triple Elvis" und "Four Marlons" kosteten die Aachener Spielbank 100.000 US-Dollar beim Kauf. Nun brachte der Verkauf viele Millionen.
Die Kasse klingelt
Schwerpunkt zur Warhol-Versteigerung
Nach der Versteigerung zweier Warhols des Casino-Betreibers Westspiel bei Christie's in New York erklärte NRW-Finanzminister Walter-Borjans (SPD), derzeit könne noch nicht prognostiziert werden, wie viel Geld aus der Versteigerung - die immerhin rund 121,5 Millionen Euro einbrachte - letztlich im Haushalt bleibe. Ein Kulturzeit-Überblick über die umstrittene Verkaufsaktion ...
Andy Warhols "Triple Elvis" (1963) und "Four Marlons" (1966) kosteten die Aachener Spielbank beim Kauf in den 1970er Jahren etwa 100.000 US-Dollar (rund 80.180 Euro). "Triple Elvis" von 1963, das den Rockstar Elvis Presley mit einer Pistole in der Pose eines Cowboys zeigt, wurde nun in nur sechs Minuten für 81,925 Millionen Dollar versteigert, wie das Auktionshaus mitteilte. "Four Marlons" von 1966 kam für 69,605 Millionen Dollar (55,83 Millionen Euro) unter den Hammer.

Ursprünglich war der Ankauf gar nicht als Geldanlage gedacht. In NRW kam es wegen der Versteigerung der Siebdrucke zur Sanierung eines indirekt dem Land gehörenden Unternehmens zu heftigem Streit. Alle namhaften NRW-Museumschefs sowie Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) in Berlin protestierten und warnten die rot-grüne Landesregierung vor einem Tabubruch. Doch die Landesregierung ließ sich nicht erweichen und unterstützte den Verkauf. Walter-Borjans machte am 20. November 2014 deutlich: Der NRW-Landeshaushalt wird von dem hohen Erlös der Versteigerung von zwei Warhol-Werken des Casino-Betreibers Westspiel kaum profitieren.

 

17.08.2015: Kodex für die Kunst
© dpa
Mit Blick auf weitere mögliche Verkäufe von Kunstwerken aus öffentlichen Sammlungen hat NRW-Kulturministerin Ute Schäfer (SPD) einen "Kodex zum Umgang mit Kunst" angekündigt. Diesem Abverkauf will sie den Riegel vorschieben.
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03.03.2015: Kunst-Kapital
© dpa
Ist die wertvolle Portigon-Kunstsammlung vor dem Abverkauf zu retten? Nordrhein-Westfalen stellt nun als erste Maßnahme elf der wertvollsten Objekte als national wertvolles Kulturgut unter Schutz, weitere sollen folgen. So sichert NRW die Objekte zumindest vor dem Verkauf ins Ausland, auch die von Stargeiger Frank Peter Zimmermann gespielte, millionenschwere Stradivari "Lady Inchiquin".
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13.11.2014: "Die Büchse der Pandora geöffnet"
© dpa
Die beiden Warhol-Bilder aus Nordrhein-Westfalen sind in New York versteigert worden, der landeseigene Spielcasino-Betreiber Westspiel darf sich über umgerechnet rund 121,5 Millionen Euro freuen. Doch nicht jeder ist glücklich über die Auktion. Ein Teil des Geldes soll auch in den Landeshaushalt fließen. Der Deutsche Kulturrat kritisierte den Verkauf erneut als Tabubruch, der der Kultur nachhaltig schaden werde.
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07.11.2014: NRW: Streit um Kunst-Abverkauf
© Klaus Rudolph
Das Land Nordrhein-Westfalen will sein Tafelsilber verkaufen: Zwei Warhol-Kunstwerke, die sich im Besitz des Spielcasino-Betreibers Westspiel, einer Tochter der NRW-Bank, befinden, sollen bei Christie's in New York versteigert werden. Jetzt könnte möglicherweise auch eine Stradivari den Besitzer wechseln, die der Rechtsnachfolgerin der landeseigenen West LB gehört.
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05.11.2014: Bremer Spielbank plant Bilderverkauf
© Paula Modersohn-Becker Museum
Kunst-Verkauf als Finanzspritze fürs Casino: Neben den Warhol-Bildern in NRW stehen nun zwei Kunstwerke von Paula Modersohn-Becker in Bremen zum Verkauf. Die Bremer Spielbank gehört zu 51 Prozent zum Betreiber Westspiel, der die Warhols am 12. November 2014 bei Christie's versteigern lassen will. In Bremen arbeitet man derzeit an einer Lösung.
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22.10.2014: Weitere Kunstwerke bedroht
© ZDF
Der geplante Verkauf von zwei Warhol-Werken gerät zunehmend in die Kritik. Kritik äußerte auch Thomas Sternberg, der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im nordrheinwestfälischen Landtag, gegenüber "Kulturzeit". Er befürchtet, dass noch weitere Kunstwerke vom Verkauf bedroht sein könnten. "Es ist sinnvoll, die Dinge zu sammeln, zu sichern, zu erhalten und zu bewahren", sagte er am 22. Oktober 2014 zu "Kulturzeit". "Das gilt eben nicht nur für den Kunstbesitz der Casinos, das gilt vor allen Dingen auch für die Kunstsammlung der West LB, die eben auch im Moment hochgefährdet ist."
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17.10.2014 : Grütters zum Streit um Warhols
© ap
Die geplante Versteigerung zweier Andy-Warhol-Werke in Nordrhein-Westfalen löst heftige Kritik nicht nur bei Museumsdirektoren, sondern auch in der Bundesregierung aus. Kulturstaatsministerin Monika Grütters sagte im "Kulturzeit"-Interview: "Kunstwerke aus öffentlichen Sammlungen taugen nicht als Spekulationsobjekte. Sie gehören unter den Schutz öffentlicher Museen und nicht unter den Hammer." Sehen Sie hier die Statements der Kulturstaatsministerin zum Thema:
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Videos: Interview mit Grütters

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