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Themen am 11.12.2017Navigationselement
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© Reuters Lupe
Malala Yousafzay - weltweites Vorbild im Kampf für die Rechte von Mädchen
Zeichen des Friedens
Nobelpreis an Aktivisten aus Indien und Pakistan
Der Friedensnobelpreis 2014 geht an den indischen Kinderrechtsaktivisten Kailash Satyarthi und die pakistanische Menschenrechtsaktivistin Malala Yousafzay. Das gab das norwegische Nobelkomitee am 10. Oktober 2014 in Oslo bekannt. Beide werden für ihr Engagement gegen die Unterdrückung von Kindern und Jugendlichen ausgezeichnet.
Das Komitee begründete seine Entscheidung mit der großen Bedeutung von Bildung für Kinder. 60 Prozent der Weltbevölkerung seien unter 25 Jahre alt. Respekt für diese jungen Menschen sei die Voraussetzung für Frieden auf der Welt. Die 17-jährige Malala Yousafzay, die 2012 von radikalislamischen Taliban angeschossen und schwer verletzt wurde, habe trotz ihrer Jugend schon jahrelang für die Rechte von Mädchen in ihrer Heimat Pakistan gekämpft. Sie sei ein gutes Beispiel dafür, wie junge Menschen selbst zur Verbesserung ihrer Lage beitragen könnten. "Durch ihren heroischen Einsatz ist sie die führende Sprecherin für das Recht von Mädchen auf Bildung geworden", erklärte das Komitee.

Kampf gegen Kinderarbeit
© dpa Lupe
Kailash Satyarthi kämpft an gegen Kinderarbeit.
Der 60-jährige Inder Kailash Satyarthi habe großen persönlichen Mut bewiesen und in der Tradition von Mahatma Ghandi auf unterschiedliche Weise gegen die Ausbeutung von Kindern für wirtschaftliche Ziele protestiert - aber immer friedlich. Er habe auch zur Ausarbeitung internationaler Kinderrechte beigetragen. Kailash Satyarthi engagiert sich seit Langem für ein weltweites Verbot von Kinderarbeit. 1998 organisierte er beispielsweise einen aufsehenerregenden Marsch gegen Kinderarbeit von rund 500 Kinder aus Asien, Afrika und Lateinamerika zum UN-Sitz in Genf. Ein Elfjähriger aus Nepal führte den Marsch an. "Die Welt ist heute Zeuge jenes einzigartigen Moments, in dem die Opfer von Sklaverei, Abhängigkeit und Ausbeutung in aller Welt an die Pforten der Vereinten Nationen klopfen", sagte Kailash Satyarthi damals. Der Marsch nach Genf sei vielmehr nur der "Anfang einer noch längeren und noch wichtigeren Reise" gewesen.

Der Friedensnobelpreis
Der Friedensnobelpreis ist mit umgerechnet knapp 900.000 Euro dotiert. Er wird am 10. Dezember 2014 in Oslo vergeben - als einziger Nobelpreis, denn die anderen werden in Stockholm verliehen. 2013 war die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) geehrt worden.
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© apVideoInterview mit Kailash Satyarth
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© APIn der Stadt der Blinden (2012)
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