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© Reuters Lupe
In Bangladesch keine Seltenheit - eine Frau, die aus Rache mit Säure überschüttet wurde. Eine deutsche Fotografin bringt sie uns nun nahe.
Gezeichnet
Bewegende Porträts von Säureanschlags-Opfern
Sie sind die Opfer von Racheakten, ob aus Eifersucht oder Familienstreitigkeiten - Frauen, deren Gesicht durch einen Säureanschlag zerstört wurde. Zwei Jahre lang ist die Münchner Fotografin Ann-Christine Woehrl nach Bangladesch, Indien, Kambodscha und in andere Länder gereist, um diese Frauen zu treffen und zu fotografieren.
Mit ihrer Kamera hat Ann-Christine Woehrl sich auf ungewöhnliche Frauenporträts spezialisiert: auf Bilder von Frauen, die aus der Gesellschaft ausgestoßen wurden. So wie Farida Begum, die in einem Dorf nördlich von Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, lebt. Im Alter von 23 Jahren wurde sie von ihrem spielsüchtigen Mann nach einem Streit mit Säure überschüttet. Noch heute, siebzehn Jahre später, schämt sie sich für ihr Gesicht. Inzwischen wurde sie 17 Mal operiert. Ihr Mann bekam eine lange Gefängnisstrafe. Doch die innere Verletzung ist geblieben. Was Ann-Christine Woehrl in ihren Porträts einzufangen versucht, ist das Leid und die innere Stärke der Frauen. Ihre bewegenden Bilder, die im Juni 2014 in einer großen Ausstellung in München gezeigt werden, sind dokumentarische Meisterwerke, in denen die Frauen ihren außergewöhnlichen Lebenswillen offenbaren.

Der "ttt"-Beitrag in der ARD-Mediathek ...

Ausstellung
"Un/Sichtbar"
Staatliches Museum für Völkerkunde, München
06.06.2014 bis 11.01.215
Dokumentation
© ORF/neuzeitmedia/Asad FaruqiGebt mir mein Gesicht zurück
Dienstag, 06.05.2014
um 22.25 Uhr in 3sat