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© Reuters Lupe
Dynamisches Duo? Die guten Freunde Schröder und Putin
Männerfreundschaften
Schröder und Putin
Ein inniger Schulterschluss zwischen Freunden erzürnt die Republik. Altkanzler Gerhard Schröder feiert mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin seinen 70. Geburtstag. Kann man, darf man, sollte man so etwas tun - während sich doch in der Ost-Ukraine westliche Geiseln in der Hand sogenannter prorussischer Separatisten befinden?
Nun hat Putin verkündet, dass die OSZE-Mitarbeiter möglicherweise das Land ungehindert verlassen könnten. Und auch der selbsternannte Bürgermeister von Slawjansk Ponomarjow verspricht eine schnelle Freilassung der Geiseln ohne Austausch gegen andere Gefangene. Während die westliche Diplomatie mit ihren Bemühungen im Ukraine-Konflikt auf der Stelle tritt, löst die Männerfreundschaft zwischen Putin und Schröder Krisen - so könnte man meinen. Männergespräche als Krisenintervention, Macho-Gehabe als Politikstil. Diese Form der Machtpolitik beherrscht Putin: Er lässt die Muskeln spielen, holt sich die Krim zurück, destabilisiert die Ukraine und spricht sich nun gönnerhaft dafür aus, dass die westlichen Geiseln wieder freikommen.

Der Westen verurteilt Putins Handeln, fühlt sich moralisch überlegen. Doch die Krise in der Ukraine zeigt, dass sich in Europa nicht alle nach der westlich geprägten liberalen Demokratie sehnen. Nutzt Putin genau diese Stimmungslage aus, um die Landkarte Europas weiter nach seinen Vorstellungen zu verändern? Wir sprechen mt Bazon Brock.

Kulturzeit-Gespräch mit ...
VideoBazon Brock, Kulturwissenschaftler
(30.04.2014)
Gesellschaft
© dpaUnter Freunden
Ein Buch über Männerfreundschaften