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Themen am 14.12.2017Navigationselement
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© dpa Lupe
Generaldirektor der Organisation für das Verbot chemischer Waffen, Ahmet Uzumcu, darf sich über einen Nobelpreis freuen.
Friedensnobelpreis für OPCW
Ehrung geht an Chemiewaffen-Kontrolleure
Der Friedensnobelpreis 2013 geht an die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) in Den Haag. Die OPCW habe sich über Jahrzehnte gegen den Einsatz von Chemiewaffen eingesetzt, begründete die Jury ihre Entscheidung.
"Die Chemiewaffenkonvention und die Arbeit der OPCW haben den Einsatz von chemischen Waffen zu einem völkerrechtlichen Tabu gemacht", erklärte Thorbjörn Jagland, Vorsitzender des Friedensnobelpreis-Komitees. "Der aktuelle Einsatz von Chemiewaffen in Syrien hat wieder gezeigt, dass wir unsere Anstrengungen auf dem Weg der Vernichtung und Ächtung von Chemiewaffen verstärken müssen."

Kritik an der Vergabe
Seit Anfang Oktober 2013 sind die Experten in Syrien im Einsatz. Die Vereinten Nationen hatten beschlossen, dass die Chemiewaffen bis Mitte 2014 vernichtet werden sollen. Kritiker sehen die Entscheidung in einer Reihe mit kontroversen Friedensnobelpreisvergaben der letzten Jahre. Sie werfen dem Komitee vor, Intentionen statt Taten auszuzeichnen. Die Chemiewaffen in Syrien seien ja noch nicht vernichtet. Dagegen unterstrich Jagland, dass die OPCW den Friedensnobelpreis nicht wegen der aktuellen Syrien-Krise bekommen hat, sondern wegen ihres langjährigen Einsatzes gegen Massenvernichtungswaffen.

"189 Staaten haben sich der Konvention zum Verbot von Chemiewaffen bisher angeschlossen", so Jagland. "Einige Staaten sind noch immer keine Mitglieder der OPCW. Andere Staaten haben den Stichtag zur Zerstörung ihrer chemischen Waffen, der im April 2012 verstrichen ist, nicht eingehalten. Das gilt vor allem für die USA und Russland." Syrien soll am 14. Oktober 2013 das 190. Mitglied der OPCW werden.

Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags,
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Auszeichnung
Die Nobelpreise 2013
Nobelkomitee gibt die Preisträger 2013 bekannt
Hintergrund
Friedensnobelpreis der letzten Jahre:
2012: EU
2011: Johnson-Sirleaf, Gbowee und Karman (Liberia/Jemen)
2010: Liu Xiaobo (China)
2009: Barack Obama (USA)
2008: Martti Ahtisaari (Finnland)
2007: Al Gore / UN-Klimarat (USA)
2006: Muhammad Yunus (Bangladesh)
2005: IAEA / Mohammed el Baradei
2004: Wangari Maathai (Kenia)