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Themen am 20.10.2017Navigationselement
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Alexander von Humboldt vor der nach ihm benannten Uni in Berlin
Non scholae, sed vitae ...
Was wäre Humboldts Bildungsideal?
Bildung in Deutschland, das heißt: mehr als 140 staatliche und private Universitäten und Hochschulen, die ausbilden, hunderttausende Studenten, die zunehmend im Akkord durch Hörsäale und Bibliotheken geschleust werden. Für was ist die ganze Bildung gut? Für das Berufsbild oder für die Entwicklung des eigenen Selbstbilds?
"Bilde dich selbst und dann wirke auf andere durch das, was du bist", sagte einst Wilhelm von Humboldt. Ist Bildung nur möglich durch Verkehrsregeln für den Geist? Wilhelm von Humboldt war ein Mann mit vielen Rollen: Staatsmann, Universitätsgründer, Universalgelehrter. Von Humboldts Ziel war es, durch Wissen zum Weltbürger zu werden. Dafür hat man bis heute einen Namen: das Humboldtsche Bildungsideal - ein Fachbegriff made in Germany: Was auch immer du studierst, bilde dich ganzheitlich aus. Wohin ist diese Humboldtsche Bildungsherrlichkeit entschwunden?

In Deutschland gibt es Ideale - und das, was daraus gemacht wurde. Die Deutschen erfanden das "Weltbürgertum" ebenso wie das "Vaterländische". Vor dem Zweiten Weltkrieg, vor den Nazis, hatten deutsche Bildungsprinzipien einen hervorrragenden Ruf in der ganzen Welt. Doch das mit dem gesunden Geist in einem gesunden Körper meint nicht Kampfsport. Die 68er veränderten die Gesellschaft und den Bildungsbegriff. Nun hieß es: "Unter den Talaren der Muff von 1000 Jahren".

Bildung, ein Drama aus Deutschland
Wann beginnt Bildung? Doch nicht erst bei Hochschulschulbildung. Die perfekte Bildung ist nie abgeschlossen. So indviduell wie die Bildungsbedingungen ist das, was ein Mensch erfahren kann. Im Kino läuft der Film zum Problem: "Die Vermessung der Welt" nach dem Roman von Daniel Kehlmann. Der Naturforscher Alexander von Humboldt und der Mathematiker Carl Friedrich Gauß streiten um die wahre Wissenschaft: Bildung, ein Drama aus Deutschland.

Bediene dich deines eigenen Verstandes und du bist bedient? In Deutschland war das mit der Bildung immer ein Kraftakt. Die Frage ist: Soll man sich für die anderen bilden oder für sich selbst? In einer Bibiothek dreht sich alles nur ums Wissen. Das Ziel ist klar: Dort bildet sich der freie Mensch. Wie effizient ist der Gebildete eigentlich für die Gesellschaft? Im Grimm-Lesesaal der Berliner Humboldt-Universität kann sich jedermann bilden - am Sonntag bis 18.30 Uhr und unter der Woche sogar bis Mitternacht. "So ein bisschen Bildung ziert den ganzen Menschen", sagte schon Heinrich Heine.

Kulturzeit extra
© dpa"Tempo Bildung - Wo sind die Ideale geblieben?
Donnerstag, 18.10.2012
um 19.20 Uhr auf 3sat
Schwerpunkt
Zwischen Elite-Unis und Hochschulchaos
Blog
© dpaBildung im Zeitraffer
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