Der interaktive Charakter des Fern- sehinterviews reizt Tina Mendelsohn immer wieder. Idealerweise entwickelt sich dort ein Gespräch mit einem echten Erkenntnisgewinn, sagt sie.
Bonn zeigt eine Ausstellung über Anselm Kiefer - auf den ersten Blick ist darin kein Skandal zu entdecken. Doch sobald man weiß, dass die Bundeskunshalle hier ohne kunsthistorische Einordnung eine Privatsammlung feiert, kommt man ins Grübeln. So geschehen bei der aktuellen Kiefer-Schau "Am Anfang".
"Mit Secondhand-Ausstellungen in die Bedeutungslosigkeit" beschrieb die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" die "ideenlose Museumspolitik" der Bundeskunsthalle unter Intendant Robert Fleck. Denn es ist nicht das erste Mal, dass private Sammlungen als Ausstellung präsentiert werden. Zudem war die Kiefer-Ausstellung aus der Sammlung Grothe bereits genau so in Baden-Baden ausgestellt. Nicht gerade eine Meisterleistung für eine Bundeskunsthalle mit einem Ausstellungsetat von sechs Millionen Euro.