Herkunft und Einkommen sind dabei egal. Kisten und Säcke bringen Bio-Erde und Mobilität. Die Ernte wird aufgeteilt oder im Café verkauft. Initiiert haben den Garten Robert Shaw und Marco Clausen und daraus eine gemeinnützige GmbH gemacht. 6000 Quadratmeter Brache in Berlin-Kreuzberg sind seit 2009 grün. Doch Gemeinschaftsgärtnern ist mehr als Kamille anbauen. "Es steckt ein Bedürfnis dahinter, nicht immer nur Opfer zu sein oder sich als jemand zu erfahren, der alles nur passiv hinnehmen muss, sondern sich als jemand zu erfahren, der etwas tut und gestaltet", erläutert Marco Clausen. "Insofern ist es zutiefst demokratisch oder partizipatorisch. Weil die Menschen, wie an unserem Ort, die Möglichkeit haben, in ihrer Stadt etwas zu tun. Und das ist mehr als ein Stimmzettel."