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Moderatoren
Video-Porträt
Tina Mendelsohn
Der interaktive Charakter des Fern-
sehinterviews reizt Tina Mendelsohn immer wieder. Idealerweise entwickelt sich dort ein Gespräch mit einem echten Erkenntnisgewinn, sagt sie.
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© dpa Lupe
Die Internetkampagne "25.000-Euro" ist für die einen ein längst fälliger Akt der Aufklärung, für andere ein Aufruf zur Denunziation.
Kampagne gegen Panzer
Künstlergruppe versus Waffenfabrikant
Die Künstlergruppe "Zentrum für politische Schönheit" klagt Waffenfabrikanten an, um die Lieferung von Leopard-Panzern nach Saudi-Arabien zu stoppen. Im Rahmen ihres Konzeptes eines "aggressiven Humanismus" versprechen sie eine Belohnung von 25.000 Euro für jeden, der gerichtsfeste Hinweise auf Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit oder sonstige Straftaten der Eigentümer des Panzerproduzenten Krauss-Maffei Wegmann (KMW) gibt. Die Internetkampagne "25.000-Euro" ist für die einen ein längst fälliger Akt der Aufklärung, für andere ein Aufruf zur Denunziation.
Die Panzerfirma ist in der Hand mehrerer angesehener deutscher Familien, die unter anderem Psychotherapeuten, Krankenpfleger, einen Mozart-Biografen und einen ehemaligen Heidelberger Studentenführer in ihren Reihen haben: den heutigen freischaffenden Künstler Burkhart Braunbehrens.

Der 71-jährige Braunbehrens ist Maler, lebt seit Jahrzehnten in einer Künstler-WG und war 1970 im Gefängnis - wegen seiner Proteste gegen US-Verteidigungsminister McNamara. Ein Revoluzzer von einst als Rüstungsprofiteur? Wie geht das zusammen? Burkhart Braunbehrens hat als einziger von 26 stillen Teilhabern auf die Kampagne reagiert. Er äußert sich zum ersten Mal vor einer Kamera, wie er mit dieser Zerreißprobe umgeht: zwischen Firmeninteressen und seiner politischen Biografie.

"Nie an zweifelhaften Geschäften beteiligt"
© dpa Lupe
Noch ist der Milliarden-Deal mit den Saudis nicht genehmigt.
Noch ist der Milliarden-Deal mit den Saudis nicht genehmigt. Burkhart Braunbehrens hat mittlerweile einen Brief an den Bundespräsidenten geschrieben, demnach solle "eine Lieferung von Panzern an Saudi-Arabien gegenwärtig nicht stattfinden". Das Panzergeschäft müsse als "feindliche und fatale Antwort" auf die arabische Demokratiebewegung verstanden werden. Seine Firma Krauss-Maffei habe sich "nie an zweifelhaften Geschäften" beteiligt, erklärt er in dem Schreiben an Bundespräsident Joachim Gauck. Die Familie von Braunbehrens hält knapp die Hälfte der Gesellschafteranteile an KMW.

Sendedaten
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© dpaDer "Aspekte"-Beitrag von Anna Riek und Christhard Läpple