Der interaktive Charakter des Fern- sehinterviews reizt Tina Mendelsohn immer wieder. Idealerweise entwickelt sich dort ein Gespräch mit einem echten Erkenntnisgewinn, sagt sie.
Die Künstlergruppe "Zentrum für politische Schönheit" klagt Waffenfabrikanten an, um die Lieferung von Leopard-Panzern nach Saudi-Arabien zu stoppen. Im Rahmen ihres Konzeptes eines "aggressiven Humanismus" versprechen sie eine Belohnung von 25.000 Euro für jeden, der gerichtsfeste Hinweise auf Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit oder sonstige Straftaten der Eigentümer des Panzerproduzenten Krauss-Maffei Wegmann (KMW) gibt. Die Internetkampagne "25.000-Euro" ist für die einen ein längst fälliger Akt der Aufklärung, für andere ein Aufruf zur Denunziation.
Noch ist der Milliarden-Deal mit den Saudis nicht genehmigt. Burkhart Braunbehrens hat mittlerweile einen Brief an den Bundespräsidenten geschrieben, demnach solle "eine Lieferung von Panzern an Saudi-Arabien gegenwärtig nicht stattfinden". Das Panzergeschäft müsse als "feindliche und fatale Antwort" auf die arabische Demokratiebewegung verstanden werden. Seine Firma Krauss-Maffei habe sich "nie an zweifelhaften Geschäften" beteiligt, erklärt er in dem Schreiben an Bundespräsident Joachim Gauck. Die Familie von Braunbehrens hält knapp die Hälfte der Gesellschafteranteile an KMW.