Christoph Winkler will eine Reform des Urheberrechts, weg von der Idee, dass Rechte monopolistisch vergeben werden, was letztlich alles teurer macht. Oder soll man vielleicht das Urheberrecht im Tanz ganz abschaffen, alles freigeben, um den Problemen aus dem Weg zu gehen? "Grundsätzlich zu sagen, dass die Gedanken frei sind und auch die Verkörperung der Gedanken, finde ich sehr sympathisch", sagt die Juristin Madeline Ritter, die auch das Projekt "Tanzfonds" leitet. "Aber solange es Firmen wie Google, Twitter oder Facebook gibt, die damit Milliarden-Geschäfte machen, bin ich dafür, dass die Position des Urhebers und auch des Choreografen, die nicht an dem Geschäft Teil nimmt, rein finanziell, geschützt sind. Wenn ich ein schnelles System der Kommunikation herstelle zwischen dem, der es nutzen will, und dem, der es geschaffen hat, dem Schöpfer, dem Urheber, dann wird der Tanz davon profitieren."