In den Vierteln von Baku lebten die Leute seit Generationen. Offiziell wurden sie finanziell entschädigt. Doch für das wenige Geld können sie nichts Entsprechendes kaufen, nicht einmal in den Randgebieten. Die brutal Vertriebenen dürfen sich an gleicher Stelle nun an Parks, Stadien und Glas-Palästen erfreuen. "Wir bezeichnen uns als ein demokratisches Land, aber ich denke, es ist ein autoritäres, hartes Regime", sagt Ibragimbekov. "Eine kleine Gruppe von Oligarchen um den Präsidenten regiert das Land. Wir haben hier eine Schaufenster-Demokratie, ein Taschenparlament und ein Land praktisch ohne Rechtsstaat. Demokratie, so wie sie im Westen verstanden wird, ist das Ergebnis einer langen Entwicklung. So etwas geschieht nicht von heute auf morgen. Das mag jetzt paradox klingen, aber ehrlich gesagt, habe ich am meisten Angst vor freien Wahlen in Aserbaidschan. Denn die reichen Leute würden sich dann einfach ihre Wähler kaufen. Und Sie können sich vorstellen, wer dann an die Macht kommt."