Prominente Köpfe für populistische Botschaften: Das machen die Medien gern mit. Es geht auch um wirtschaftliche Interessen der Verlage. Die Botschaft lautet: "Die neuen Realitäten der Digitalisierung und des Internets sind kein Grund, den profanen Diebstahl geistigen Eigentums zu rechtfertigen." ("Wir sind die Urheber", "Die Zeit", 9. Mai 2012). Wie sie den Diebstahl ihrer Werke verhindern wollen, lassen die Künstler offen. Überhaupt: Es gibt wenig Substanz in ihrer Streitschrift. "Die Kampagne 'Wir sind die Urheber', die von der 'Zeit' auch mit unterstützt wird, ist an einer gewissen Plattheit nicht zu unterbieten", findet der Medienwissenschaftler Philipp Riehm. "Inhaltlich kommt dabei wenig rüber. Über das Thema an sich wird wenig gesprochen. Es polarisiert ordentlich."