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Tina Mendelsohn
Der interaktive Charakter des Fern-
sehinterviews reizt Tina Mendelsohn immer wieder. Idealerweise entwickelt sich dort ein Gespräch mit einem echten Erkenntnisgewinn, sagt sie.
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© Reuters Lupe
Der Schriftsteller Carlos Fuentes schrieb bis zu seinem letzten Tag.
Mexikos Mahner
Der Schriftsteller Carlos Fuentes ist gestorben
Er war einer der meistbeachteten Autoren der lateinamerikanischen Gegenwartsliteratur: Der mexikanische Schriftsteller und Essayist Carlos Fuentes ist am 15. Mai 2012 im Alter von 83 Jahren in Mexiko-Stadt gestorben.
Die Autorengeneration von Carlos Fuentes, zu der unter anderem der Kolumbianer Gabriel Garcia Márquez und der Peruaner Mario Vargas Llosa zählen, machte die lateinamerikanische Literatur auch in Europa bekannt - zu einer Zeit, als viele der Länder in der Region von Diktatoren regiert wurden. Mit seinem Roman "La muerte de Artemio Cruz" ("Nichts als das Leben") über ein postrevolutionäres Mexiko wurde er bereits Anfang der 1960er Jahre international bekannt. Immer wieder wurde er auch als Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt, erhielt ihn aber nie. Neben Romanen veröffentlichte Fuentes auch Theaterstücke und Kurzgeschichten, war Mitgründer eines Literaturmagazins und betätigte sich auch als Essayist, Kritiker und politischer Kolumnist. Am Tag seines Todes wurde in der Tageszeitung "Reforma" ein von ihm verfasster Essay über den Machtwechsel in Frankreich veröffentlicht. Seinen ersten Roman "Landschaft im klaren Licht" schrieb er im Alter von 29 Jahren.

Kritik an Mexikos Regierung
© ap Lupe
Gentleman mit Schnurrbart und Anzug: Carlos Fuentes
Thematisch beschäftigte sich der stets einen Schnurrbart tragende und immer gut gekleidete Autor vor allem mit seinem Heimatland Mexiko und dessen bewegter Geschichte. Dabei sparte er nicht mit Kritik an der in Mexiko jahrzehntelang autoritär regierenden Partei der Institutionellen Revolution (PRI). Auf die Frage, warum er die PRI in "La muerte de Artemio Cruz" nicht dezidiert erwähnt habe, sagte er 2006 in einem nicht veröffentlichten Interview: "Es gab keinen Grund die PRI zu erwähnen. Sie war durch ihre Abwesenheit präsent." Zuletzt hatte sich Fuentes unter anderem gegen die Einwanderungspolitik der USA und den Drogenkrieg in Mexiko ausgesprochen.

Zu den Auszeichnungen, die er im Laufe seiner Karriere erhielt, zählte unter anderem der Premio Cervantes, der wichtigste Literaturpreis in der spanischsprachigen Welt, im Jahr 1987. Unter anderem unterrichtete er auch an renommierten US-Universitäten wie Harvard, Princeton oder Brown. Fuentes starb am 15. Mai 2012 im Krankenhaus Angeles del Pedregal, nachdem sein Arzt ihn in seinem Haus in Mexiko-Stadt bewusstlos aufgefunden hatte. Nach Angaben des Arztes hatte er plötzlich innere Blutungen erlitten.

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