Der interaktive Charakter des Fern- sehinterviews reizt Tina Mendelsohn immer wieder. Idealerweise entwickelt sich dort ein Gespräch mit einem echten Erkenntnisgewinn, sagt sie.
Er war einer der meistbeachteten Autoren der lateinamerikanischen Gegenwartsliteratur: Der mexikanische Schriftsteller und Essayist Carlos Fuentes ist am 15. Mai 2012 im Alter von 83 Jahren in Mexiko-Stadt gestorben.
Thematisch beschäftigte sich der stets einen Schnurrbart tragende und immer gut gekleidete Autor vor allem mit seinem Heimatland Mexiko und dessen bewegter Geschichte. Dabei sparte er nicht mit Kritik an der in Mexiko jahrzehntelang autoritär regierenden Partei der Institutionellen Revolution (PRI). Auf die Frage, warum er die PRI in "La muerte de Artemio Cruz" nicht dezidiert erwähnt habe, sagte er 2006 in einem nicht veröffentlichten Interview: "Es gab keinen Grund die PRI zu erwähnen. Sie war durch ihre Abwesenheit präsent." Zuletzt hatte sich Fuentes unter anderem gegen die Einwanderungspolitik der USA und den Drogenkrieg in Mexiko ausgesprochen.