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Video-Porträt
Tina Mendelsohn
Der interaktive Charakter des Fern-
sehinterviews reizt Tina Mendelsohn immer wieder. Idealerweise entwickelt sich dort ein Gespräch mit einem echten Erkenntnisgewinn, sagt sie.
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Nur scheinbar ist Facebook kostenlos. Unsere Daten sind etwas wert.
Der Preis des Kostenlosen
Was sind unsere Daten wert?
Wenn wir kostenlos Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. nutzen, geben wir jede Menge Daten preis. Die machen Google und Konsorten reich. Wie das genau funktioniert, haben Wirtschaftsinformatiker der TU Darmstadt in dem Forschungsprojekt "Preis des Kostenlosen" untersucht.
Facebook, Google, Twitter: Millionen User nutzen täglich gratis Angebote im Internet. Mal teilen wir unsere Urlaubsfotos mit Freunden, dann sind wir bei einer Suchmaschine auf der Jagd nach Schnäppchen, stillen unseren Wissensdurst. Oder es ist einfach nur eine kurze E-Mail an Freunde bei einem der kostenlosen Anbieter. Der hat meistens auch noch eine praktische Kalenderfunktion, in die wir alle unsere Termine eintragen können - und größere Datenmengen: Die speichert der Digital-Native längst virtuell in Clouds. Doch sind all diese Angebote tatsächlich kostenlos?

Werbung bringt Geld
100 Milliarden Dollar ist der Wert, den Facebook nach seinem Börsengang der Superlative haben soll. Den größten Teil seines Geschäfts macht das Netzwerk mit dem Verkauf von Werbeflächen. Deren Ziel: die ideale Werbung im passenden Moment an den richtigen Nutzer schicken. Bei rund 900 Millionen Facebook-Nutzern weltweit lässt sich das darin liegende geschäftliche Potenzial leicht erahnen. Doch das Netzwerk verdient nicht nur an Werbung, sondern auch daran, dass es seine Plattform Spieleanbietern zur Verfügung stellt. Spiele wie "Farmerama" dürfen wir scheinbar kostenlos nutzen.

Die Währung im Internet ist nicht Geld, sondern Daten. Das Internet gaukelt uns etwas vor. Wir verlieren unser Gefühl dafür, wann uns etwas kostet und wann wir für etwas bezahlen sollten. Die Suggestion des Kostenlosen greift auch die Piratenpartei auf. Gegen den Diebstahl geistigen Eigentums wenden sich in einer Unterschriftenaktion mehr als 1500 Kulturschaffende. Über das Netzverhalten der User hat die TU Darmstadt zusammen mit dem Hessischen Rundfunk ein Projekt gestartet. Das Ziel ist, herauszufinden, wie sensibel wir mit unseren Daten im Netz umgehen. Sind wir zu sorglos?

Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags,
um 19.20 Uhr
Schwerpunkt
Urheberrecht, Wikileaks, Internet
Mediathek
Das Gespräch mit dem Wirtschaftsinformatiker Peter Buxmann