Schon immer wurde der Sport für politische Propaganda benutzt. Zum Beispiel 1934: Das faschistische Italien unter Mussolini siegt mit der "Squadra Azzura" und feiert sich selbst. Kaum ein Fackellauf fand ohne Protest statt. Oder 1936: Olympia unter dem Hakenkreuz, wütende Demonstranten und Boykottaufrufe ertönten in Amerika gegen die Spiele in Nazi-Deutschland. Viel später in Moskau im Jahr 1980: Die USA, Deutschland und 62 weitere Staaten boykottieren die Spiele wegen der sowjetischen Invasion in Afghanistan. 1984 folgt die Retourkutsche des Ostblocks: Bei den Olympischen Spielen in Los Angeles machen sie nicht mit. 2008 in Peking: Der kommunistische Staat benutzt die Spiele für eine makellose Selbstinszenierung. Bahrain 2012: Die Formel 1 dreht ihre Runden in einem Land, in dem die Opposition gewaltsam unterdrückt wird. Und schon jetzt umstritten ist die Vergabe der Fußball-WM an einen der autoritärsten Staat dieser Welt: Katar.