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Moderation
Video-Porträt
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© dpa Lupe
Der letzte "Schrei", den man kaufen kann: die Version in Pastell.
Der unendliche Schrei
Vier Mal Munch
Eines der berühmtesten Gemälde der Modernen Kunst kam in der Nacht zum 3. Mai 2012 unter den Hammer: In New York bei Sotheby's ist das Bild für die Rekordsumme von 119,9 Millionen Dollar (91,3 Millionen Euro) versteigert worden. Es handelt sich um eines von vier Exemplaren des Gemäldes.
Edvard Munchs Bild "Der Schrei" gilt als expressionistisches Meisterwerk. Die Figur auf einer Brücke mit aufgerissenen Augen und weit geöffnetem Mund, die sich die Ohren zuhält, ist weltbekannt. Das Bild vermittelt Verzweiflung und Angst. In einem Tagebucheintrag von 1892 beschreibt der Künstler, wie er bei einem Spaziergang mit Freunden plötzlich "fühlte, wie ein großer, unendlicher Schrei durch die Natur ging".

Norwegische Nationalgalerie
© Interfoto Lupe
Das Tempera-Gemälde von 1893 hängt wieder in der norwegischen Nationalgalerie, wo am 12. Februar 1994 Diebe die rot-orangefarbene Version des Bildes gestohlen hatten. Drei Monate später konnte die Polizei das Bild sicherstellen. Die Täter wurden später zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Munch-Museum I
© Interfoto Lupe
Die Tempera-Variante von 1893 ist ein Prunkstück im Munch-Museum in Oslo. Vor den Augen entsetzter Museumsbesucher rissen am 22. August 2004 mitten am Tag bewaffnete, maskierte Täter das Bild von der Wand. Die hell-orange Version des "Schreis" wurde zusammen mit dem Munchgemälde "Madonna" gestohlen. Nach der Sicherstellung der geraubten Werke im Dezember 2006 gab das Munch-Museum bekannt, "Der Schrei" sei durch die Folgen des Raubes derart zerstört worden, dass eine vollständige Restaurierung nicht möglich sei.

Munch-Museum II
© dpa Lupe
1910 malte Munch eine Variante des "Schreis" in Pastell. Im 20. Jahrhundert setzten sich mehrere Künstler mit Munchs "Schrei" auseinander. Andy Warhol fertigte eine Serie von Drucken nach dem Bild an. Der Künstler Errò verarbeitete es in den Bildern "The Scond Scream" von 1967 und "Diong Dong" von 1979. Auch Comics, Filme wie der Horror-Klassiker "Scream" und "Die Simpsons" verewigten den "Schrei" auf ihre Weise.

"Der Schrei" unterm Hammer
© ap Lupe
Die New Yorker Version wird von Sotheby's als die farbstärkste und eindrücklichste beschrieben. Es ist auch die einzige Version, deren Rahmen vom Künstler selbst gestaltet wurde. Das jetzt angebotene Bild ist 1895 entstanden und gehört Petter Olsen. Dessen Vater Thomas, damals selbst noch ein Kind, hatte vor gut 100 Jahren in Hvitsten bei Vestby in Südnorwegen einen neuen Nachbarn bekommen: Edvard Munch. Das Bild ging durch viele Hände, bevor Thomas es um 1937 erwarb. Sohn Petter will Munchs Meisterwerk nun verkaufen - um ein Museum für Munch bauen zu können.

Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags,
um 19.20 Uhr
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