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Moderation
Ernst A. Grandits
Sein kulturelles Interesse ging immer schon weit über den Fernsehbereich hinaus: "Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit - und beiden die Kulturzeit", sagt Ernst A. Grandits.
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© dpa Lupe
Im neuen Nationalstadion in Warschau soll am 8. Juni 2012 das Eröffnungsspiel zwischen Polen und Griechenland angepfiffen werden.
Drohung mit EM-Boykott
In Polen hält man sich mit Reaktionen zurück
Während die Stimmen nach einem Boykott der Fußball-EM allerseits lauter werden, auch in Deutschland, halten sich Sportfunktionäre und Politiker in Polen mit Reaktionen auf einen Vorstoß Deutschlands zurück. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwägt, ihren Ministern zu empfehlen, den EM-Spielen in der Ex-Sowjetrepublik fernzubleiben.
Der Ruf aus Deutschland nach Sanktionen wegen des Umgangs mit der in Haft erkrankten Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko findet bislang in Polen keine Unterstützung. Dabei wird das Schicksal der ehemaligen Regierungschefin Timoschenko in dem osteuropäischen Land genau verfolgt. Das Thema kam in den vergangenen Monaten bei Gesprächen mit der ukrainischen Regierung wiederholt zur Sprache.

Grundsätzlich hat in Polen eine erfolgreiche Austragung der EM gemeinsam mit der Ukraine hohe Priorität. "Die EM ist eine gemeinsame Veranstaltung Polens und der Ukraine und sie sollte bestmöglich verlaufen", zitierte der "Gazeta Prawna" am 30. April 2012 den polnischen Politiker Pawel Kowal. Der Europaparlamentarier rief die polnische Regierung zu "vernünftigen Reaktionen" im Verhältnis zur Ukraine auf. Vergleiche etwa mit der Lage der Menschenrechte in Weißrussland könnten nur das Verhältnis beider Staaten verderben. "Es geht um die ganze ukrainische Gesellschaft, nicht um die eine oder andere Regierung", sagte Kowal, der Timoschenko Anfang April 2012 in der Haft besucht hatte. "Wir sollten uns nicht in politische Konflikte einmischen."

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