"Es gibt etwas, das wir in den anderen Parteien immer weniger finden: wirkliche Kontroversen", sagt Stephan Klecha. "Das ist natürlich spannend, führt aber dazu, dass sich die Öffentlichkeit dafür interessiert: 'Guck mal an, die streiten sich ja und haben diese und jene Skandale.'" Noch verzeiht die Wählergunst den Piraten ihre Skandale, doch wird es gelingen, die Wähler ohne eindeutiges Programm und Agenda-Setting dauerhaft zu binden? Klecha arbeitet an einer einjährigen Studie über die Piraten. Erweitern sie das Parteienspektrum dauerhaft? "Man hat große Schwierigkeiten, eine Übersicht über die Mitgliederstruktur zu gewinnen", so der Parteienforscher. "Man zerschleißt massiv Personal, weil es hohe Anforderungen an das Ehrenamt gibt. Das stellt für die Partei große Schwierigkeiten dar."