Das Manifest der 26 machte den Weg frei für spätere Weltstars wie Fassbinder, Schlöndorff und Wenders. Und die Unterzeichner selbst? Warum hat kaum einer der 26 Filmgeschichte geschrieben? Edgar Reitz hat mit "Heimat" sein "episches Talent" entdeckt, wie er sagt. Sein Opus Magnum ist ein Fernsehereignis, kein Kino. Auch Kluge landet in den 1980er Jahren beim Fernsehen. Er hängt das Kino an den Nagel, macht Fernsehen und viel Geld. Fernsehen statt Kino. Ist das ein Abstieg oder Neuanfang? "Fernsehen halte ich für wichtig", sagt Kluge. "Es ist das Leitmedium des 21. Jahrhunderts. Wenn 9/11 passiert, gehe ich nicht ins Kino, oder schlage den nächsten Roman auf, sondern mache den Fernseher an. Dieses Medium hat es verdient, dass man das Beste, was außerhalb des Fernsehens Geltung hat, hineinbringt. Deswegen ist es für mich kein Widerspruch, dass es Fernsehen der Autoren gibt, wie es das Kino der Autoren gibt."