Es ist ein Brief ohne Fakten. Laufenberg steht mit leeren Händen da. Die Oper Köln hätte ihren Intendanten bis 2016 behalten sollen. Doch nach dem Streit mit der Stadt um das Budget war man übereingekommen, den Vertrag bis Ende 2013 vorzeitig zu beenden. Laufenberg fühlt sich von der Politik im Stich gelassen. "Die Oper Köln ist ein totkranker Patient auf der Intensivstation", sagt Laufenberg. "Aber ich bin nicht dieser kranke Patient. Ich bin nur als Chefarzt hier engagiert worden, um diesem todkranken Patienten zu helfen. Wenn ein Chefarzt mit seiner Arbeit zu Ende ist und dem Patienten nicht mehr helfen kann, dann muss er das in die Hände eines andern legen. Und für mich war dieser Moment Freitagmorgen definitiv gekommen."