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Moderation
Video-Porträt
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© dpa Video
Asma al Assad soll großen Einfluss auf ihren Mann haben - damit verbunden ist die Erwartungshaltung an die Videobotschaft.
Appell an First Lady
Ein Videobotschaft für Asma al Assad in Syrien
Eine Videobotschaft für Syriens First Lady Asma al Assad kursiert zurzeit im Netz. Die Petition kann jeder unterschreiben. Absender sind die Ehefrauen der deutschen und der britischen UN-Botschafter in New York, eine davon ist Huberta von Voss-Wittig. Sie hoffen, Präsidentengattin al Assad kann ihren Mann stoppen und so das Blutvergießen beenden.
Die Videobotschaft enthält Bilder der schicken glamourösen First Lady, montiert mit Szenen der Gewalt. "Manche Frauen kümmern sich um ihr Image", heißt es im Video. "Andere Frauen kümmern sich ums Überleben, wie zum Beispiel um dieses Kind. Hatte es überhaupt eine Wahl? Jedes Kind hat einen Namen und eine Familie." Mit der vierminütigen Petition vom 19. April 2012 wird an al Assads Mitgefühl als Mutter appeliert. 10.000 Menschen sind im Bürgerkrieg in Syrien bereits gestorben. Asma al Assad schweigt und äußert sich nicht zur Situation im Land.

Hoffnung auf al Assads Engagement
Geboren wurde sie in London als Tochter eines Kardiologen und einer Diplomatin. Sie studierte und arbeitete als Investment-Bankerin. Sie ist weltoffen, intelligent und emanzipiert. Viele hoffen, dass sich die Präsidentengattin politisch engagiert. Die Schöne, immer tadellos von Kopf bis Fuß gestylt, wird mittlerweile mit Marie Antoinette verglichen. Luxusartikel bestellt sie online in Paris und London. Um ihr Volk kümmert sie sich nicht. "Asma, wenn du deinem eigenen Kind einen Gute-Nacht-Kuss gibst, wird eine andere Mutter den Platz neben sich leer vorfinden", heißt es im Video. "Höre auf, nur Zuschauer zu sein. Niemand kümmert dein Image. Wir sorgen uns um dein Handeln. Jetzt."

Asma al Assad soll großen Einfluss auf ihren Mann haben. Wenn jemand ihn stoppen kann, dann wohl nur sie. Inzwischen wurde die Petition von Frauen aus mehr als 150 Ländern unterschrieben. Die letzten Versuche eines Waffenstillstands blieben ohne Erfolg. Wenn die Weltpolitik versagt, wieviel Druck kann ein solcher Appell dann ausüben?

Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags,
um 19.20 Uhr
Gast
Das Kulturzeit-Gespräch mit der Publizistin Huberta von Voss-Wittig (23.04.2012)
Schwerpunkt
© reutersArabische Revolution