Eine dieser sinnvollen Entscheidungen ist die Unabhängigkeit von Banken. Großinvestitionen wie die 1,5 Millionen Euro für die neue Lagerhalle werden vom sogenannten GEA-Sparverein finanziert: Kunden und Freunde legen Geld an, Staudinger zahlt die Zinsen, die er der Bank auch zahlen müsste. Das Geld bleibt in der Region, und auch der Strom kommt vom eigenen Dach. Den von der Konsumgesellschaft ständig künstlich erzeugten Mangel spürt Staudinger schon lange nicht mehr. "Das Glück kann sich nur entwickeln, wenn man mit diesen Wünschen aufhört", sagt er. "Ich habe den Satz von Seneca so gern: 'Nie ist zu wenig, was genügt.' Und wenn wir das genießen können, das wir das haben was genügt, dann ist das ein wunderbarer Boden fürs Glücklichsein. Da habe ich noch einen netten Satz: 'Wer Vitalität pflegt, wird Lebensfreude ernten. Wer Geld pflegt, vielleich Zinsen.'"