"Ich freue mich, dass ich dabei bin, um dieser Geschichte beizuwohnen", sagt Kahatjipara. "Für mich ist das ein wichtiger Moment, ein Moment der Wahrheit." Viele Köpfe der damals Ermordeten wurden nach Deutschland verschleppt und hier vermessen und untersucht. Man wollte die Überlegenheit der deutschen Rasse beweisen. Die Schädel lagern bis heute in den Kellern deutscher Universitäten – in Freiburg und Berlin. Die Charité in Berlin gibt nun, nach langen Verhandlungen, 20 der geraubten Schädel zurück. "Die Charité möchte um Entschuldigung bitten bei den Völkern in Namibia, bei der Regierung in Namibia und möchte zugleich eben die Schädel, die jetzt von unserer Seite identifiziert werden konnten, zurückgeben", so der Sprecher der Charité Thomas Schnalke. Weitere 20 Schädel sollen bis September 2012 folgen. Hier müssen die Wissenschaftler noch untersuchen, ob sie wirklich aus Namibia kommen.