Schäffler hat sein Gewissen zu spüren bekommen. Seit dem Frühjahr 2011 ist er nicht mehr in die Entscheidungsstrukturen der Fraktion eingebunden. Doch er ist sicher, dass viele so denken wie er. "Bei sehr fundamentalen Fragen erlaube ich mir eben, im Parlament so abzustimmen, wie ich das für richtig halte. Aber bei Fragen, mit denen ich nur indirekt betraut bin, wo ich sage, das ist nicht mein Fachgebiet, da ordne ich mich auch der Mehrheitsmeinung unter." Man brauche in der Politik einen langen Atem, sagt Schäffler. "Wer glaubt, man könnte einfach kurzfristig mit den richtigen Argumenten gewinnen, der ist ein Fantast."