Nun liegen Globkes Akten bei Hanns Küsters, dem Archivar der Konrad-Adenauer-Stiftung. Auch Geheimakten sind darunter. Dass nicht der Staat, sondern Privatpersonen wie die Tochter Globkes über Einsicht entscheiden, das sei nunmal gängige Praxis. "Wir versuchen auch in dem Fall, die Nachlassgeber zu beraten", so Küsters, "ihnen zu sagen: Bitte überlegt, wenn ihr meint, man sollte hier bestimmte Leute an Akten nicht heranlassen, ob das wirklich sinnvoll ist." Ursula von der Leyen hat vor kurzem Ordner mit dem Bundesadler vorbeigebracht. Was staatlich ist und was privat, damit nehmen es die Politiker sicht so genau, sagt Hanns Küsters. Wieviele Geheimsachen in seinem Keller schlummern, da ist der Archivdirektor überfragt.