"Ich bin gelernter Koch", sagt Eszes. "Ich mache auch Zigeunerbraten. Und das würde ich niemals in Roma-Braten umbenennen. Wer wollte für so etwas denn die Kochbücher umschreiben? Zigeuner bleibt eben Zigeuner. Die leben seit 600 Jahren in Ungarn, haben sich immer noch nicht unseren Sitten angepasst." Der unverhohlene Hass auf Roma - Zigeuner, wie sie sagen - eint alle hier. Dabei sind Tamasz Eszes und seine Leute vor kurzem schon einmal von der Polizei festgenommen und streng verwarnt worden, weil sie Roma im Dorf Gyöngyöspata bedroht haben. Tamas Eszes besitzt hier ein großes Anwesen. Aus ihm wollte er eine Art Vereinsheim für Rechtsextreme machen. Das Anwesen liegt genau gegenüber dem Roma-Viertel. "Angeblich hätten wir ihnen Angst gemacht", beschwert sich Eszes, "und die öffentliche Ordnung mit unseren Uniformen gestört - auf meinem Privatgrundstück. Das kann doch nicht sein."