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© reuters
Paraderolle Vulkanier: Leonard Nimoy war Mr. Spock.
Bye, bye, Mr. Spock!
Leonard Nimoy ist gestorben
Wäre es nach dem orthodoxen Vater gegangen, hätte Leonard Nimoy seinen Lebensunterhalt als Akkordeonspieler bestritten. Es kommt anders: Berühmt wird er als spitzohriger Logiker Mr. Spock. Am 27. Februar starb er mit 83 Jahren in Los Angeles. Er hatte eine schwere Lungenkrankheit.
Am 26. März 1931 wird Leonard Nimoy als Sohn jüdisch-ukrainischer Einwanderer in Boston geboren. Nach der Schule besucht er das Boston College für Schauspielerei, bricht die Ausbildung aber mit 18 Jahren ab, zieht nach Kalifornien und arbeitet an seinem Durchbruch. Niemand Geringeres als John F. Kennedy ermutigt den jungen Schauspieler 1956, an seinem Traum festzuhalten.

  • Nimoy hatte vor 30 Jahren mit dem Rauchen aufgehört und warnte Anfang 2015 in einer Twitter-Botschaft andere: "Raucher, bitte versteht. Wenn ihr aufhört, nachdem ein Lungenschaden diagnostiziert wurde, ist es zu spät."

Der spätere Präsident steigt zufällig in Nimoys Taxi. "Es gibt immer Platz für einen Guten mehr", gibt Kennedy seinem Fahrer mit auf den Weg. Und tatsächlich: Das Durchhalten zahlt sich aus. Spielt Nimoy zunächst kleinere, unbedeutende Rollen wie etwa in "Queen For A Day" (1951), erhält er in "Star Trek" die Rolle seines Lebens. Der Vulkanier "Mr. Spock" wird Kult.

Spitze Ohren zunächst umstritten
© dpa Lupe
Markenzeichen: spitze Ohren
Dabei ist das Markenzeichen Spocks, die spitzen Ohren, zunächst umstritten. Den Fernsehsender NBC erinnern sie gar an die "Ohren des Teufels". Wegen schlechter Einschaltquoten wird die Serie 1969 zunächst eingestellt. Inzwischen sind sie Teil der US-Kulturgeschichte. Bis heute laufen die Wiederholungen in mehr als 100 Ländern.

Doch es gibt auch ein Leben nach "Star Trek" für Nimoy. Sein schauspielerisches Können beweist er 1982 in einer Golda-Meir-Biografie, die ihm eine Emmy-Nominierung einbringt. In den Folgejahren steht er auch als Musiker auf der Bühne und veröffentlicht einige Alben. Nimoy schreibt Gedichte und bringt seine Biografie heraus. Er fotografiert und engagiert sich in der jüdischen Gemeinde. 2003 verkündet er seinen Rückzug von der Schauspielerei. Privat ist Nimoy mehrfacher Großvater und in zweiter Ehe mit der Schauspielerin Susan Bay verheiratet. Aus erster Ehe mit Sandra Zober stammen die Kinder Adam und Julie. Aus der zweiten Stiefsohn Aaron.