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© dpa Lupe
1945 wurden weite Teile der historischen Altstadt Dresdens zerstört.
Dresden gegen Rechts
Dresden setzt ein friedliches Zeichen gegen rechts
Auch am 13. Februar 2011 kündigten sich in Dresden Neonazis zu einem Aufmarsch durch die Stadt an. Die Rechten versuchen seit Jahren den Gedenktag an die Bombadierungen vom 13. Februar 1945 für sich zu instrumentalisieren. 2011 bildeten 17.000 Bürger eine Menschenkette -als Zeichen gegen den rechten Aufmarsch.
"Stilles und zugleich entschiedenes Zeichen"
Am 13. und 14. Februar 1945 waren bei den Luftangriffen britischer und amerikanischer Bomber auf Dresden rund 25.000 Menschen ums Leben gekommen. Weite Teile der historischen Altstadt wurden zerstört. Dieses Datum sei Erinnerung, aber auch "Mahnung, dass so etwas nie wieder passieren darf", sagte Dresdens zweiter Bürgermeister Detlef Sittel (CDU) auf dem Rathausplatz. Mit der Menschenkette, zu der ein breites Bündnis aus Politik und Verbänden aufgerufen hatte, setzten die Dresdner ein "stilles und zugleich entschiedenes Zeichen". Den Jung- und Altnazis, die den Gedenktag missbrauchen wollten, "stellen wir uns entgegen", sagte Sittel.

Menschenkette durch die Altstadt
© dpa Lupe
Tausende Menschen haben am Gedenktag gegen Rechtsextreme protestiert.
Die Menschenkette, in die sich unter anderem Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Bundesinnenminister Thomas de Maizière (beide CDU) sowie mehrere Bundestagsabgeordnete einreihten, führte rund drei Kilometer durch die Altstadt, vorbei an der Synagoge und der wiederaufgebauten Frauenkirche. Für fünf Minuten schloss sich die Kette dann mit dem Läuten aller Dresdner Kirchenglocken.

Die Rechtsextremen versuchen seit Jahren, die Zerstörung der Stadt durch alliierte Bomber für ihre Propaganda zu instrumentalisieren. Am Nachmittag des 13. Februar 2011 zogen 1200 Rechtsextreme durch die Stadt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, um Zusammenstöße zwischen den Neonazis und Gegendemonstranten zu verhindern. Teile des Bahnhofs wurden von der Polizei abgeriegelt. Eine Gegendemonstration am Bahnhof hatte die Stadt zuvor aus Sicherheitsgründen untersagt. Insgesamt waren mehr als 4600 Polizeibeamte im Einsatz.

Friedlicher Protest
© dpa Lupe
Am Nachmittag des 13. Februar 2011 zogen 1200 Rechtsextreme durch die Stadt.
Das Anti-Rechts-Bündnis "Dresden Nazifrei" hatte zu Protesten und Stör-Aktionen gegen den rechten Aufmarsch aufgerufen. Die Proteste blieben nach Polizeiangaben friedlich. Wie ein Sprecher des Bündnisses sagte, versuchten am 13. Februar 2011 rund 600 Gegendemonstranten, zum Hauptbahnhof vorzudringen, um lautstark gegen die rechte Kundgebung zu protestieren. Sie seien aber von der Sicherheitskräften aufgehalten worden. Nach Polizeiangaben wurden 19 Menschen wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, Widerstand gegen Beamte oder Körperverletzung in Gewahrsam oder festgenommen.

2010 hatten tausende Gegendemonstranten mit Massenblockaden den geplanten Aufmarsch der Rechten zum Gedenktag der Bombardierung verhindert. Für den 19. Februar 2011 haben Rechtsextreme erneut mehrere Veranstaltungen in Dresden angemeldet.

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