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© Reuters Lupe
14 Zivilisten sind in Tunesien bei Protesten gegen die Regierung gestorben.
Drama in der "Operettendemokratie"
Gewaltsame Proteste in Tunesien
Tunesien ist Europäern vor allem als schönes Urlaubsland bekannt. Doch jetzt machen die Tunesier ihrem Unmut mit gewalttätigen Protesten Luft. Es sind vermehrt junge Demonstranten, die gegen hohe Arbeitslosigkeit und steigende Nahrungsmittelpreise protestieren.
Dem tunesischen Präsidenten Zine El Abidine Ben Ali werfen sie vor, er habe aus dem Land eine "Operettendemokratie" und einen Polizeistaat gemacht. Unter dem Druck der Straßenproteste, bei denen bislang mehr als 20 Menschen ums Leben kamen, entließ Ben Ali seinen Innenminister und verhängte eine Ausgangssperre über die Hauptstadt Tunis. Die tunesischen Medien nehmen von den Unruhen kaum Notiz. Der Regierungsrundfunk berichtete über die Krisenbewältigung von Präsident Zine El Abidine Ben Ali, der am 10. Januar 2011 rund 300.000 neue Arbeitsplätze versprochen hatte. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton nannte die Polizeigewalt "unverhältnismäßig". Die Verantwortlichen müssten der Justiz übergeben werden, sagte sie. US-Außenministerin Hillary Clinton rief zu einer "friedlichen Lösung" auf. Dem Sender "El Arabija" sagte sie, die Regierung solle sich "auf die Schaffung von Arbeitsplätzen für die jungen Menschen konzentrieren".

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Das Gespräch mit dem Journalisten Samuel Schirmbeck (12.01.2011)