Die Idee des Projektes war: Wenn der Imam keine Berührungsängste mit Deutschen hat, dann schwindet auch bei den Gläubigen die Neigung zur gesellschaftlichen Isolation, der Parallelgesellschaften. "Wir sind Multiplikatoren für unsere Gemeinde", sagt ein Kursteilnehmer. "Wir sind ein Beispiel für unsere Gemeinde. Wenn wir Deutsch lernen, interessiert sich unsere Gemeinde auch dafür, Deutsch zu lernen." Mancher sähe es sicher gern, wenn man auf diesem Weg den Imamen auch noch etwas wie "deutsche Leitkultur" einimpfen könnte. Doch Angela Kaya vom Goethe-Institut, die diesen Kurs mit ihren Kollegen konzipiert hat, mahnt zur Zurückhaltung.