"Der Reichtum eines Milliardärs wird in Deutschland großzügig gefeiert", sagt der Ökonom Rudolf Hickel, "obwohl er seinen Milliardenreichtum durch den Einsatz von Niedrigstlohnarbeit, prekärer Arbeit, Leiharbeit bekommen hat. Menschen, die unter der Armutsgrenze arbeiten, sind die Basis seines späteren Reichtums. Das muss man in der Tat offenlegen." Rupert Graf Strachwitz, Direktor des Instituts für Philantropie und Zivilgesellschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, entgegnet: "Für die Aidskranken im südlichen Afrika ist das eine uninteressante Kategorie, denn ihnen wird zum ersten Mal wirksame Erleichterung durch medizinische Versorgung angeboten. Sie fragen nicht, ob im fernen Seattle bei Microsoft alles optimal gestaltet ist. "Wer hilfsbedürftig ist, fragt nicht danach, woher das Geld für die Finanzierung der Hilfe kommt. Und trotzdem ist dies eine fundamentale Frage.