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© dpa Lupe
Häusliche Gewalt gibt es nicht nur in Problemfamilien. Oft schweigen die Opfer.
Schlag ins Gesicht
Gewaltprävention und neue Autoritäten
Häusliche Gewalt kann jeden treffen. Jede vierte Frau hat mindestens einmal in ihrem Leben Übergriffe in einer Partnerschaft erlebt, so das Ergebnis einer aktuellen Studie des Familienministeriums.
Zombies in Kellerverliesen und ein Frau in Ketten sind im Musikvideo zum Song "Disturbia" der Popsängerin Rihanna zu sehen. Düstere Fantasien, die Bedrohung und Angst wiederspiegeln. Jetzt, scheint es, wurde sie von der Realität ihres Videos eingeholt. Anfang 2009 hatte Rihannas Ex-Freund Chris Brown sie krankenhausreif geschlagen. Der Rapper wurde daraufhin zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Rihanna hat am 5. November 2009 erstmals öffentlich in einem TV-Interview über die Gewalt in ihrer Beziehung gesprochen. Damit will der Star anderen Opfern Mut machen, das Schweigen zu brechen.

Der Schlag ins Gesicht ist eine Machtdemonstration von Tätern und eine Demütigung für die Opfer. Ob Vergewaltigung, Kindesmissbrauch oder Mord - oft spielen Armut und Alkoholismus eine Rolle. Doch nicht nur in sogenannten Problemfamilien gibt es brutale Gewalt. Das Phänomen zieht sich durch alle Schichten. Die Ursachen sind komplex. Einfache Lösungen gibt es nicht. Die Politik reagiert mit verschärften Gesetzen, die Gesellschaft mit Stigmatisierung. Kann man so den Kreislauf der Gewalt aufhalten? Gibt es überhaupt noch Hoffnung für Familien, die sich nicht mehr selbst helfen können?

Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags,
um 19.20 Uhr
Mediathek
Das Gespräch mit dem Psychiater Eia Asen (05.11.2009)
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