Die Kulturzeit-Tipps
Die Sendung vom Donnerstag, 14.12.2017
Die Spur
©  Heimatfilm Robert Paaka
Die polnische Regisseurin Agnieszka Holland, die mit ihren 68 Jahren zu den Altmeistern des europäischen Autorenkinos gehört und sich in letzter Zeit auch als Regisseurin von "House of Cards"-Episoden beschäftigte, kommt jetzt mit ihrem Film "Die Spur" ins Kino - einem Krimi. In einem abgelegenen Bergdorf an der polnisch-tschechischen Grenze geschehen grausame Morde. Die Einzelgängerin Janina wird beschuldigt. Wie Holland die Geschichte mit Witz und einer hochgelobten Hauptdarstellerin umsetzt, war der Berlinale einen Silbernen Bären wert. "Die Spur" ist ab dem 14. Dezember 2017 in Deutschland in den Kinos.
Film
"Die Spur"
PL 2017
Regie: Agnieszka Holland
Darsteller: Agnieszka Mandat, Wiktor Zborowski, Jakub Gierszal, Miroslav Krobot, u.a.
Kinostart DE: 14.12.2017
Noch nicht gleichgeschaltet - Interview mit Agnieszka Holland beim Filmfestival goEast 2017

Die Kraft des Alters
© Belvedere Wien, Johannes Stoll
Altern ist ein Thema, das viele scheuen, aber in den kommenden Jahren die Gesellschaftstrukturen massiv verändern wird. Die Ausstellung "Die Kraft des Alters" im Wiener Belvedere zeigt fast alle Facetten des Alt-Werdens und Alt- Seins, gesehen durch das kritische, selbstironische oder mitfühlende Auge der Kunst. Der österreichische Künstler Edgar Honetschläger hat beispielsweise die Freundschaft zu seiner um fast 50 Jahre älteren Nachbarin dokumentiert. Herlinde Koelbls Porträt der hochbetagten Künstlerin Louise Bourgeois beweist: Jugend ist keine Frage des Alters. "Die Kraft des Alters" ist noch bis zum 4. März 2018 in Wien zu spüren.
Ausstellung
"Die Kraft des Alters"
Belvedere, Wien (AT)
bis 04.03.2018

Medea
© Thomas Aurin
An der Staatsoper Stuttgart verlagert Regiestar Peter Konwitschny den antiken Stoff "Medea" um einen folgenreichen Ehebruch in die Moderne: In einer ranzigen Küche spielt sich die blutige Tragödie um die verzweifelte Frau ab, die aus Rache ihre Kinder tötet. Er selbst habe Sympathien für Medea, weil sie sich zur Wehr setze gegen Verrat, Ungerechtigkeit, Lieblosigkeit, sagt der mehrfach als "Regisseur des Jahres" ausgezeichnete Konwitschny: "Es müsste eine Gesellschaft geschaffen werden, die in der Lage ist, solche großartigen Frauen zu integrieren, statt sie zu liquidieren." "Medea" wird noch bis zum 5. Februar 2018 an der Oper Stuttgart gegeben.
Oper
"Medea"
von Luigi Cherubini
Oper Stuttgart
Inszenierung: Peter Konwitschny
Weitere Vorstellungen:
27.12.2017
08., 15. und 31.01.2018
05.02.2018