Die Kulturzeit-Tipps
Die Sendung vom Donnerstag, 19.10.2017
Borg/McEnroe
© dpa
1980 tobt ein Kampf der Giganten auf dem berühmten Center Court in Wimbledon: Zwei Legenden - der Schwede Björn Borg und der US-Amerikaner John McEnroe - treffen in einem Tennis-Match aufeinander, das in die Geschichte eingeht. Zum einen wegen des längsten Tie-Breaks seit Aufzeichnungsbeginn, zum anderen wegen der Spieler selbst, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Borg, für den dieses Match zu einem Triumphzug werden könnte, ist ausgebrannt und depressiv. McEnroe hingegen ist ein extrovertierter Temperamentsbolzen, fest dazu entschlossen, Wimbledon zu gewinnen. Sverrir Gudnason und Shia LaBoeuf geben zwei Charakterporträts der Extraklasse ab in "Borg/McEnroe", der jetzt in den Kinos der 3sat-Länder läuft.
Film
"Borg/McEnroe"
DE/DK/SE 2017
Regie: Janus Metz Pedersen
Darsteller: Shia LaBeouf, Sverrir Gudnason, Stellan Skarsgård, u.a.
Kinostart:
DE: 19.10.2017
AT: 13.10.2017
CH: 12.10.2017

Lady MacBeth von Mzensk
Das Theater Bremen zeigt derzeit die tragisch-satirische Oper "Lady MacBeth von Mzensk", inszeniert von Armin Petras. Man sieht eine rebellierende Lady MacBeth alias Katerina Ismailowa gegen soziale und gesellschaftliche Zwänge. Sie ist getrieben von Sehnsucht, Langeweile und leidenschaftlicher Liebe zu einem fremden Mann, was sie zu Täter und letztendlichem Opfer zugleich macht. Ein bizarres und ungeschminktes Werk, musikalisch geleitet vom Musikdirektor des Theater Bremen Yoel Gamzou. Zu sehen an vereinzelten Terminen im Oktober bis Dezember.
Oper
"Lady MacBeth von Mzensk"
von Dmitri Schostakowitsch
Regie Armin Petras
Theater Bremen
Weitere Vorstellungen:
19.10.2017
02., 15.11.2017
09., 15.12.2017

Oliviero Toscani
© SRF
Provokant, kreativ und pointiert auf die Kernaussage - nach diesem Konzept funktionieren die Bilder des italienischen Werbefotografen Oliviero Toscani. International bekannt wurde Toscani durch Benetton-Werbekampagnen. Seine Fotografien zeugen von einem präzisen Blick auf das Wesentliche, immer mit dem Ziel, sich selbst treu zu bleiben und sich zu perfektionieren. Zum ersten Mal zeigt Toscani in der Schweiz, im m.a.x.-Museum in Chiasso, jetzt eine Werkschau - noch bis zum 21. Januar 2018.
Ausstellung
"Oliviero Toscani"
m.a.x. Museo, Chiasso (CH)
bis 21.01.2017