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rumps früherer Chefstratege Steve Bannon hatte bei Breitbart das Amt des Executive Chairmans inne.
rumps früherer Chefstratege Steve Bannon hatte bei Breitbart das Amt des Executive Chairmans inne.
Trumps Ex-Berater Bannon gibt Posten bei Website Breitbart auf
Kulturzeit-News vom Mittwoch, 10.01.2018
Der bei US-Präsident Donald Trump in Ungnade gefallene Ex-Regierungsberater Steve Bannon ist von seinem Posten beim rechten Nachrichtenportal Breitbart News zurückgetreten. Breitbart-Manager Larry Solov teilte am 9. Januar 2018 mit, man werde Bannon für dessen Verdienste und das Erreichte immer dankbar sein.
Bannon erklärte, er sei stolz darauf, dass das Breitbart-Team das Portal in kurzer Zeit zu einer Plattform "von Weltrang" ausgebaut habe. Trumps früherer Chefstratege hatte bei Breitbart das Amt des Executive Chairmans inne. Im Zusammenhang mit einem neuen Buch des US-Journalisten Michael Wolff hatten sich Bannon und Trump öffentlich überworfen. Der Präsident erklärte, sein Berater habe 2017 nicht nur seinen Job im Weißen Haus, sondern auch seinen "Verstand verloren". Hintergrund ist ein Treffen von Trump Sohn Donald Jr. mit einer russischen Anwältin im Präsidentschaftswahlkampf 2016. Bannon hatte kritisiert, dieses Treffen sei unpatriotisch gewesen und sprach von "Hochverrat". Seine Kritik wurde in dem neuen Buch veröffentlicht. Trump Jr. erhoffte sich von der Anwältin belastendes Material über die demokratische Kandidatin Hillary Clinton.

Bannon spielte vor allem in der Endphase von Trumps Wahlkampf eine wichtige Rolle und war ein Bindeglied zwischen den Erzkonservativen und Trump. Er arbeitete bis August 2017 im Weißen Haus, als er im Zuge eines Machtkampfes seinen Posten verlor. Danach kehrte er zu Breitbart News zurück, wo er bereits seit 2012 arbeitete. Bannon bezeichnete das Nachrichtenportal einst als Plattform für die sogenannte Alt-Right-Bewegung - einem losen Zusammenschluss von Neonazis und Antisemiten.

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